Peter Fox, Lenny Kravitz, Rod Stewart, Nina Chuba, Pink und Vanessa Mai (von links oben im Uhrzeigersinn) zählen zu den Stars, die sich in diesem Jahr in Stuttgart für Konzerte angekündigt haben. Foto: Felix Broede, Marc Seliger, Penny Lancaster, David Daub, Odai Afuni, Daniel Graf
AC/DC auf dem Wasen, Pink im Stadion, Sam Smith bei den Jazz Open und Apache 207 mal drei: Wir haben für Sie die wichtigsten Konzertevents des Jahres 2024 in Stuttgart zusammengestellt und verraten, für welche Shows es noch wo Tickets gibt.
Deutschrock oder Deutschrap? Metal oder Pop? Oldies oder Indie? Wir haben den prall gefüllten Stuttgarter Konzertkalender des Jahres 2024 nach den interessantesten Shows durchsucht. In unserer Auswahl der Konzert-Highlights 2024 sollte für fast jeden Geschmack etwas dabei sein. Und für viele Konzerte gibt es – noch – Tickets.
Pop-Spektakel mit Pink, Laura Pausini oder Vanessa Mai
Pink Foto: Sony/Ebru Yildiz
Ähnlich wie die Shows von Helene Fischer, die erst 2026 wieder nach Stuttgart kommt, gleichen die Auftritte von Pink extravaganten Zirkusvorstellungen. Bei ihrem letzten Konzert in Stuttgart im Jahr 2019 feuerte sie ein Show-Feuerwerk ab. Im Rahmen ihrer „Summer Carnival“-Tour tritt Pink wieder in Stuttgart auf (MHP Arena, 19. Juli, Restkarten). Nicht ganz so groß und üppig, aber voller herzergreifender Melodien dürften dagegen die Shows von James Blunt (Schleyerhalle, 10. März, Restkarten), Rea Garvey (Porsche-Arena, 2. Mai, Restkarten) und Nico Santos (Porsche-Arena, 5. November, Tickets) werden. Ebenfalls angesagt haben sich der US-amerikanische R&B-Star Jason Derulo (Schleyerhalle, 20. März, Tickets), der „Hyper! Hyper!“-Dance-Act Scooter (Schleyerhalle, 28. März, Restkarten) und Deutschlands einstige ESC-Gewinnerin Lena (Freilichtbühne Killesberg, 26. Juli, Tickets).
Vanessa Mai Foto: Daniel Graf
Die Schlagersängerin Vanessa Mai kann man in diesem Jahr gleich zweimal sehen und hören. Erst ist sie bei „Holiday on Ice“ zu Gast (Porsche-Arena, 4. April, Restkarten) und einen Monat später steht sie im Rahmen ihrer aktuellen Tour erneut auf der Bühne (Porsche-Arena, 4. Mai, Restkarten). Die aus Hamm stammende Popband Giant Rooks („Tom’s Diner“) hat sich ebenso angekündigt (Porsche-Arena, 13. Februar, Restkarten) wie die Berlinerin Cloudy June (Wizemann/Club, 31. März, Tickets), die mit knuffig-fiesen Songs wie „FU In My Head“ aktuell eine der vielversprechendsten Newcomerinnen Deutschlands ist.
Deutschrap ganz groß mit Apache 207 oder Nina Chuba
Apache 207 Foto: Sony Music
In den großen Konzerthallen Stuttgarts ist der Deutschrap in diesem Jahr Dauermieter. Der Überflieger Apache 207 tritt gleich dreimal in der größten Halle der Stadt auf (Schleyerhalle, 10., 11., 12, Mai, ausverkauft), dass er auch Udo Lindenberg für den Duett-Hit „Komet“ mitbringt, ist aber leider eher unwahrscheinlich. Auch Ski Aggu (Porsche-Arena, 11. Oktober, Restkarten) wird seinen Hit „Friesenjung“ wohl ohne Otto Waalkes live präsentieren. Hip-Hop auf Deutsch gibt es außerdem zu hören von Montez aus Bielefeld (Porsche-Arena, 21. und 22. März, Restkarten) von Tream (Porsche-Arena, 8. November, ausverkauft) und von Deichkind (Schleyerhalle, 14. Dezember, Tickets). Für SDP sind dagegen selbst die größten Hallen zu klein. Das Duo aus Berlin-Spandau wagt sich deshalb lieber an die frische Luft (Cannstatter Wasen, 3. August, Tickets).
Nina Chuba Foto: David Daub
Für alle, die der Männerüberschuss beim Deutschrap nervt, gibt es zum Glück noch die wunderbare Nina Chuba („Wildberry Lillet“, Porsche-Arena, 6. Mai, ausverkauft) und die toughe badmómzjay, die 2024 gleich zweimal tourt (Wizemann/Club, 11. März, ausverkauft, und Liederhalle/Beethovensaal, 26. November, Restkarten). Für alle anderen gibt es Auftritte von Kontra K (Schleyerhalle, 9. März, Tickets), RAF Camora (Schleyerhalle, 14. März, Tickets), Bushido (Porsche-Arena, 30. März, Restkarten) und Trettmann (Schleyerhalle, 15. Dezember, Tickets). Und Deutschrap in Stuttgart ohne Stuttgarter Beteiligung geht natürlich nicht: Während zwei Rapper der Orsons mit Soloshows vorbeischauen – Tua (Wizemann/Club, 18. März, ausverkauft) und Maeckes (Wizemann/Halle, 11. November, Tickets) – geben Die Fantastischen Vier wieder gemeinsam ihr traditionelles Weihnachtskonzert (Schleyerhalle, 22. Dezember, Tickets).
Deutschrock und Deutschpop mit Westernhagen, LEA oder Provinz
Marius Müller-Westernhagen Foto: Olaf Heine
Es muss aber nicht immer Rap sein: Marius Müller-Westernhagen geht nach sechs Jahren Konzertpause wieder auf Tournee. Im Rahmen seiner „75Live“-Tour kommt er auch nach Stuttgart (Schleyerhalle, 21. Mai, Tickets). Westernhagen, der gerade seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, will einen Querschnitt aus seinen mittlerweile 23 Alben darbieten. Das können wenige toppen. Einer davon ist aber Peter Maffay, der bereits 34 Studioalben veröffentlicht hat – und der in diesem Jahr für das größte Open-Air-Event in Stuttgart verantwortlich ist (Cannstatter Wasen, 15. und 16. Juli, Restkarten). Bei Santiano (Porsche-Arena, 8. Oktober, Restkarten) und Wolfgang Niedeckens Bap (Liederhalle/Beethovensaal, 30. November, Restkarten) darf es dagegen noch eine Nummer kleiner sein.
LEA Foto: Warner Music
Wer es lieber eine Spur softer und gefühliger mag, ist bei den Konzerten von LEA (Schleyerhalle, 11. September, Restkarten) oder Mark Forster (Schleyerhalle, 27. April, Tickets) richtig. Menschen mit gutem Musikgeschmack sichern sich Tickets für die Auftritte von Peter Fox („Zukunft Pink“, „Haus am See“, Schleyerhalle, 9. September, Tickets) oder Andreas Dorau (Merlin, 16. Mai, Tickets) – richtig: das ist der „Fred vom Jupiter“-Sänger, der seit einigen Jahrzehnten schon wunderbare, elektronisch infizierte Popmusik macht.
Provinz Foto: Warner/Max Menning
Eine Entdeckung der letzten Jahre ist die Indiepop-Band Provinz, die tatsächlich aus der oberschwäbischen Provinz zwischen Wangen und Ravensburg stammt und vor allem für ihre gemeinsamen Stücke mit Nina Chuba („Ich glaub ich will heut nicht mehr gehen“, „Zorn & Liebe“) bekannt ist. Provinz treten wie einige hier vorgestellte Acts in diesem Jahr gleich zweimal in Stuttgart auf (Porsche-Arena, 30. März, ausverkauft, und beim Kesselfestival – siehe unten). Schon etwas länger im Geschäft sind Kettcar (Wizemann/Halle, 24. April, Tickets) und die Sportfreunde Stiller (Freilichtbühne Killesberg, 28. Juni, Restkarten).
Oldieshows mit Rod Stewart oder Tony Christie
Rod Stewart Foto: Penny Lancaster
Wer sich als Bestager wieder fühlen will wie in seiner Jugend, darf sich auf den Auftritt des immerjungen und trotzdem schon 79 Jahre alten Rod Stewart („Maggie May“ „Baby Jane“, Schleyerhalle, 15. Mai, Tickets) freuen. Auch Tony Christie („Amarillo“) will es mit 80 Jahren noch ein letztes Mal wissen (Theaterhaus/T1, 24. Mai, Restkarten). Nile Rodgers (71), der Alben von David Bowie und Madonna produziert hat und ein Discopionier ist („Le Freak“), kommt mit seiner Band Chic nach Stuttgart (Freilichtbühne Killesberg, 3. Juli, Tickets). Und auch Howard Carpendale (77) sagt wieder einmal „Hello Again“ (Schleyerhalle, 2. Juni, Restkarten).
Nostalgiker freuen sich außerdem auf die Night of the Proms (Schleyerhalle, 5. Dezember, Tickets), bei der neben Toto, Aura Dione, Anastacia und James Morrison auch die Band Camouflage zu Gast ist, die in den 1980er Jahren als Bietigheims Antwort auf Depeche Mode galt – und die dieses Jahr auch einen eigenen Auftritt in Stuttgart hat (Wizemann/Halle, 22. Oktober, Tickets). Auch aus den 1980er kennt man noch John Watts’ Band Fischer-Z („Marliese“, Wizemann/Halle, 30. April, Tickets).
Hardrock, Alternative, Punk, Metal und Co. mit AC/DC oder den Beatsteaks
Angus Young mit AC/DC Foto: AFP//PATRICIA DE MELO MOREIRA
Für das größte Konzert-Highlight in diesem Jahr sorgt die australische Hardrockband AC/DC (Cannstatter Wasen, 17. Juli, ausverkauft). Wer es lauft und heftig mag, wird zudem vor allem gegen Ende des Jahres gut bedient. Dann gibt es Auftritte von Within Temptation (Porsche-Arena, 3. Dezember, Tickets), von Slipknot (Schleyerhalle, 8. Dezember, ausverkauft), von Powerwolf + Hammerfall + Wind Rose (Schleyerhalle, 11. Oktober, Tickets) und von In Flames + Arch Enemy (Schleyerhalle, 18. Oktober, Tickets).
Beatsteaks Foto: Steffen Thalemann
Zwei Bands, die für ihre furiosen mit Punkrock aufgeladenen Liveshows bekannt sind, werden ebenfalls in diesem Jahr erwartet: Neben den Beatsteaks aus Berlin (LKA/Longhorn, 24. Juni, ausverkauft) ist das das Stuttgarter Trio Schmutzki (LKA/Longhorn, 30. März, Restkarten). Ein weiteres Highlights verspricht der Auftritt der Düsterrocker Lord of the Lost (LKA/Longhorn, 20. April, ausverkauft), die das schlechte Abschneiden beim ESC 2023 nicht verdient haben.
Festivalsommer mit Jazz Open, HipHop Open und Kesselfestival
Shirin David Foto: Universal
Bei der Neuauflage des Kessel Festivals (Cannstatter Wasen, 31. Mai und 1. Juni, Tickets) ist das Lineup zwar noch nicht vollständig, schon jetzt stehen aber unter anderem Auftritte von Shirin David, Cro, Provinz, Tream, Bukahara, Jazeek, Fatoni und Loi fest.
Lenny Kravitz Foto: Mark Seliger
Das Festival Jazz Open feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag und hat zu der Party (Schlossplatz, Altes Schloss, Spardawelt, Bix Jazzclub, 18. bis 29. Juli, Tickets) unter anderem Lenny Kravitz (25. April), Sam Smith (26. Juli) und Sting (28. Juli) eingeladen – und als besonderes Bonbon gibt es auf dem Schlossplatz ein Konzert von Herbert Grönmeyer mit den Stuttgarter Philharmonikern (25. Juli).
Rin Foto: Division
Nachdem sich das Festival HipHop Open 2023 nach einer achtjährigen Pause zurückgemeldet und 25 000 Besucher angelockt hat, gibt es in diesem Jahr eine Neuauflage (Cannstatter Wasen, 9. und 10. August, Tickets). Als Headliner stehen bisher fest: Skepta, Rin, Denzel Curry, SSIO, 01099 und Tua.