Konzert zugunsten der Hospize in Leonberg und Weil der Stadt Leonberger Sinfonieorchester begeistert mit Benefizgala
Bewährte Klassik, Filmmusiken und lateinamerikanische Rhythmen sorgen für beste Stimmung im Leonberger Publikum.
Bewährte Klassik, Filmmusiken und lateinamerikanische Rhythmen sorgen für beste Stimmung im Leonberger Publikum.
Das Beste kommt immer zum Schluss – in diesem Fall der „Dánzon Nr. 2“, die Tanz-Ballade des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez aus dem Jahr 1993. Rhythmusinstrumente wie der Güiro, ein ausgehöhlter Flaschenkürbis mit Kerben, auf dem hin- und hergeschrappt wird, wie auch Klavier und Sologeige entführen gekonnt in die Welt der kubanischen Volksmusik.
Schön, dass Dirigent Alexander G. Adiarte so mutig ist, mit dem Leonberger Sinfonieorchester auch moderne Stücke einzustudieren. Insgesamt bot das Sinfonieorchester bei der Benefizgala ein Programm mit großen Komponisten wie Mozart, Strauß oder Beethoven, die immer gut beim Publikum ankommen. Solo-Oboist Johannes Rempp glänzte in Mozarts Konzert für Oboe und Orchester. Der fröhliche, helle Klang der Oboe, virtuos und mit großer Fingerfertigkeit von Rempp gespielt, rief Begeisterungsstürme im Publikum hervor. Auch die traditionell als Zugabe gespielten Filmmusiken, wie das „Cinema Paradiso“ von Ennio Morricone sorgten für glückliche Gesichter im Zuschauerraum.
Seit 21 Jahren lädt der Rotary Club Leonberg-Weil der Stadt zu einem Benefizkonzert mit dem Leonberger Sinfonieorchester in die Stadthalle ein. Der Erlös aus dem Eintrittskartenverkauf und zusätzlichen Spenden der Besucher kommt vollständig den Hospizen in Leonberg und Weil der Stadt zugute. Seit Beginn der Benefizgala im Jahr 2002 konnten insgesamt 340 000 Euro für den guten Zweck gespendet werden. Da der Hospizgedanke in Leonberg stark verwurzelt ist, garantiert das Konzert verlässlich und nachhaltig eine große Unterstützung für die Hospize.
Der Club Leonberg-Weil der Stadt ist Teil der weltweiten Rotary-Gemeinschaft von 1,2 Millionen Frauen und Männern, die sich für humanitäre Hilfe und Völkerverständigung einsetzen. Im Clubleben sowie bei Projekten stehen die Freundschaft, der Dienst an der Gemeinschaft und humanitäre Werte im Zentrum. Hier in der Region unterstützt Rotary mit seinen rund 60 Mitgliedern seit 30 Jahren zahlreiche lokale Organisationen und Institutionen.
Ein großes Event für den guten Zweck ist die alljährliche Benefizgala mit dem Leonberger Sinfonieorchester. Schirmherr der Veranstaltung ist der Böblinger Landrat Roland Bernhard: „Die Rotarier sind wichtige Akteure, um soziale Ungleichheiten dort auszugleichen, wo der Staat an seine Grenzen stößt. Die besonders herausfordernde Pflege und Betreuung im Palliativbereich ist eine solche Grauzone, die auf ehrenamtliches Engagement aus der Bürgerschaft dringend angewiesen ist.“
Den Großteil des Erlöses erhält das stationäre Hospiz in Leonberg für seine Arbeit. Verwendet werden die Spendengelder in beiden Hospizen in erster Linie für die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Helfer, rund 80 sind es allein in Leonberg, die im Rahmen der Trauerarbeit die Angehörigen unterstützen. Auch der ambulante Hospizdienst Weil der Stadt begleitet Sterbende, Schwerkranke und ihre Angehörigen mit 27 ehrenamtlichen Helfern.
Regional unterstützt werden von den Rotariern außerdem Projekte wie die Tombola zum Sommerfest der Leonberger Lebenshilfe, ein Verein zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung, und die Leonberger Tafel. In diesem Jahr finanziert der Rotary Club Leonberg-Weil der Stadt der Tafel Leonberg ein von den Helfern gewünschtes Lastenfahrrad zum Transport gespendeter Lebensmitte in den Tafelladen.