Kran baut Cannstatter Steg ab Abschied mit Wehmut von der Neckar-Holzbrücke

Von Uli Meyer 

An vier langen Schlaufen des Krans ist der mit 72 Metern längere Teil der als Cannstatter Steg bekannt gewordenen Neckar-Holzbrücke am Donnerstag in der Luft gehangen. Viele Schaulustige wohnten dem Abbau bei.

Der Kran hebt den Cannstatter Steg an. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der Kran hebt den Cannstatter Steg an. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Um 12.35 Uhr am Donnerstag waren alle Fesseln an den Sockeln gelöst. Der riesige Kran konnte mit seinem 84 Meter in den Himmel ragenden Arm seine Fracht aus den Angeln heben. An vier langen Schlaufen des Krans hing der mit 72 Metern längere Teil der als Cannstatter Steg bekannt gewordenen Neckar-Holzbrücke in der Luft. In wenigen Minuten war das 130 Tonnen schwere Brückenteil beigedreht und parallel zum Flusslauf an der zur Wilhelma liegenden Uferseite heruntergelassen. Dort wird die Brücke in den nächsten zwei Wochen zerkleinert und die Einzelteile abtransportiert. „Die Vor- und Nacharbeiten dauern viel länger als der für die Öffentlichkeit spannendste Moment. Aber alles ist gut gegangen“, sagt der Bauleiter Carsten Hampe vom Bauunternehmen Max Bögl. Unter den vielen Schaulustigen, die sich das Spektakel von beiden Seiten des Neckars anschauten, befand sich auch Hermann Walz. Der damalige Bauleiter hatte die Brücke vor 40 Jahren anlässlich der Bundesgartenschau 1977 errichtet. „Ich muss heute mit Wehmut von meinem größten Bauwerk Abschied nehmen“, erzählte Walz.

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