Krawalle in Stuttgart Entscheidung über Alkoholverbot und Videoüberwachung weiter offen

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Die neue Sicherheitspartnerschaft von Stadt und Polizei tagt am Dienstag in Stuttgart zum ersten Mal. Sie beraten, wie man Ausschreitungen wie am vergangenen Woche verhindern kann. Geprüft wird auch ein Alkoholverbot.

Die Stadt und die Polizei überlegen gemeinsam, wie sie die Innenstadt sicher machen können. Foto: Leif Piechowski
Die Stadt und die Polizei überlegen gemeinsam, wie sie die Innenstadt sicher machen können. Foto: Leif Piechowski

Stuttgart - Kommt ein Alkoholverbot am Eckensee und am kleinen Schlossplatz? Diese Frage hat die erste Sitzung der neuen Sicherheitspartnerschaft von Stadt und Polizei noch nicht beantwortet. Aber: Sowohl das Alkoholverbot als auch eine Videoüberwachung sollen als mögliche Instrumente überprüft werden, um Ansammlungen zu vermeiden, aus denen heraus Krawalle wie am vergangenen Wochenende entstehen können. Auch wie Streetworker eingesetzt werden können soll geprüft werden.

Kuhn will eine friedliche und sichere Innenstadt

Am Eckensee hatten am Wochenende die Ausschreitungen ihren Ausgang genommen. Nach der Festnahme eines 17-Jährigen, der dort Drogen verkauft haben soll, gingen Hunderte auf die Polizei los. Am Ende zogen an die 500 Personen durch die Innenstadt, schlugen Scheiben ein, plünderten Geschäfte und gingen aggressiv auf die Polizei los.

Die ersten Überlegungen konzentrieren sich auf das kommende Wochenende. Die Polizei erarbeitet ein Konzept, um an bestimmten Punkten die Sicherheit zu verstärken.

Die Stadt und die Polizei haben am Montag auf die Krawalle mit der Gründung der neuen Sicherheitspartnerschaft reagiert. In diesem Gremium soll über den normalen Austausch zwischen den Behörden hinaus konkret das Thema des Nachtlebens im öffentlichen Raum bearbeiten. „In der Stuttgarter Innenstadt sollen die Menschen friedlich und sicher feiern können. Um Randale schon im Keim zu ersticken, brauchen wir verschiedenste Maßnahmen und ein gesellschaftliches Miteinander“, sagte der Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) nach der ersten Sitzung.

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