Kreis Böblingen Rätselraten um neue Erddeponie

Erdaushub wie von der Stuttgart21-Baustelle wird auf Erddeponien gebracht. Foto: dpa
Erdaushub wie von der Stuttgart21-Baustelle wird auf Erddeponien gebracht. Foto: dpa

Fünf Flächen sind in der engeren Auswahl für einen Betrieb nach dem Jahr 2025.

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Kreis Böblingen - Der Landkreis sucht nach neuen Standorten für eine Erddeponie. Wie aus einer Mitteilung des Landratsamtes hervor geht, sollen damit die Kapazitäten im Kreis auch über das Jahr 2025 hinaus abgedeckt werden. Nach einem mehrstufigen Verfahren sind nun fünf Flächen in vier Kommunen in der engeren Auswahl.Bekannt ist bislang nur der Sindelfinger Stadtwald als möglicher Standort. Womöglich kommt auch ein Ort im Altkreis Leonberg infrage.

Vorab habe der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Kreises die vier betroffenen Städte und Gemeinden über den Untersuchungsstand ausführlich informiert und das weitere Vorgehen gemeinsam abgestimmt, teilt der Kreis mit. Die Kommunen hätten damit die Möglichkeit, ihre Rückmeldung in die Entscheidung des Ausschusses einfließen zu lassen, heißt es.

Weitere Einzelheiten am Freitag

Das Landratsamt will am Freitag in einer Pressekonferenz Einzelheiten nennen, nachdem es im Sindelfinger Gemeinderat Kritik gegeben hatte. Die Entscheidung, welche Standorte genauer untersucht werden, trifft am Montag, 13. März, der Umweltausschuss des Kreistages.

Noch sein man jedoch im Status der Voruntersuchung. „Erst der Kreistagssauschuss wird darüber befinden, welche Standorte tatsächlich in die engere Auswahl kommen. Aus unserer Sicht ist auch dann erst eine breite, öffentliche Diskussion unter Beteiligung der Bevölkerung sinnvoll“, erklärt Wolfgang Bagin, der Chef des Abfallwirtschaftsbetriebs.

Fünf Standorte sind noch übrig

Dieser hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zunächst 78 potenzielle Flächen identifiziert hatte, die theoretisch für eine Deponie in Frage kämen. Diese seien anschließend einer deponiespezifischen Bewertung und Gewichtung unterzogen worden. Daraus hätten sich wiederum 20 Flächen ergeben, die in der ersten Bewertungsstufe die höchsten Punktzahlen erreichten.

Diese Standorte wurden dann begangen und auf ihre Anbindung, Lage, Einsehbarkeit und Wirtschaftlichkeit hin geprüft. Übrig blieben zehn Flächen, von denen jedoch fünf von den Fachämtern als „nicht geeignet“ eingestuft wurden. Die übrigen erhielten die Bewertung „geeignet“ oder „mit Einschränkungen geeignet“.

Im Kreis Böblingen gibt es derzeit drei privat betriebene Erddeponien, wobei die Firma Baresel ihre Anlage in Ehningen bald schließen will.




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