Kritik an Strafverfolgungsbehörden Von Notz beklagt Untätigkeit im Fall Hildmann

Attila Hildmann hatte den ehemaligen Grünen-Politiker Volker Beck mehrfach bedroht – jetzt springen diesem Parteikollegen zur Seite. (Archivbild) Foto: dpa/Carsten Koall
Attila Hildmann hatte den ehemaligen Grünen-Politiker Volker Beck mehrfach bedroht – jetzt springen diesem Parteikollegen zur Seite. (Archivbild) Foto: dpa/Carsten Koall

Todesstrafe für Volker Beck gefordert, Hitler erneut verharmlost: Die jüngsten Aussagen Attila Hildmanns bringen nicht nur ihm, sondern auch den Strafverfolgungsbehörden Kritik ein. Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz wirft ihnen Untätigkeit vor.

Berlin - Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz hat den Strafverfolgungsbehörden Untätigkeit im Fall des Verschwörungstheoretikers Attila Hildmann vorgeworfen. „Die Hetze, die auf diesen Veranstaltungen verbreitet wird, ist unerträglich“, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Montag nach einem weiteren Auftritt Hildmanns am Wochenende in Berlin.

„Es ist schon bemerkenswert, dass die exzessiven Gewaltfantasien und völlig unverhohlenen Drohungen die Strafverfolgungsbehörden bisher nicht die Bohne zu interessieren scheinen“, sagte von Notz. Mit Blick auf die rechtsextremistischen Morde und Attentate in Deutschland in den vergangenen Monaten fügte er hinzu: „Aus Halle, Kassel und Hanau hat man offensichtlich nichts gelernt – bis wieder etwas passiert.“ 

Der Vegan-Koch und Verschwörungstheoretiker Hildmann hatte den ehemaligen Grünen-Politiker Volker Beck mehrfach bedroht. Auf der jüngsten Kundgebung vom Samstag, über die Videos in den sozialen Medien verbreitet wurden, sagte Hildmann: „Wenn ich Reichskanzler wäre, dann würde ich die Todesstrafe für Volker Beck wieder einführen.“ Zudem verharmloste Hildmann einmal mehr den Nationalsozialismus und lobte Adolf Hitler.




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