Kunst in Marbach Die Zukunft zweier Kunstwerke ist gesichert

Monika Schreiber, Tanja Wildermuth, Gerhard Schreiber, Michael Herzog, Chris Scheuing-Barthelmess (von links) Foto: /Andreas Essig

Zwei Exponate in Rielingshausen, einst bei einem Bildhauersymposium entstanden, sind gekauft worden. Der Kultur- und Heimatverein Rielingshausen braucht aber weitere 15 000 Euro an Spenden.

Rielingshausen ist um zwei Skulpturen reicher. Zwar stehen die drei Exponate, die 2022 bei einem Bildhauersymposium anlässlich von 50 Jahren Eingemeindung nach Marbach im Außenbereich der Kelter erschaffen wurden, bereits seit knapp zwei Jahren an ihren Plätzen. Doch zwei davon sind am Samstag nun fest in den Besitz des Kultur- und Heimatvereins übergegangen. Das dritte Kunstwerk aus rötlichem Vanga-Granit, das damals mit Portabelkran und Flaschenzug von Bildhauer Christoph Traub bearbeitet wurde, um es „jederzeit bewegen und in die passende Position bringen zu können“, muss indes noch finanziert werden. Es sind vorwiegend Spendengelder, die bislang zum Erwerb der ersten beiden Werke geführt haben.

 

Und zwar jenem von Till Failmezger, mit dessen Skulptur „Partnerschaft“ dem Kreisel in Rielingshausen ein echter Hingucker zur Seite gestellt worden ist. Das zweite Kunstwerk, der von Birgit Rehfeldt aus Zedernholz geschaffene Stecker namens „Zusammenschluss“, schmückt seither den Zugang zur Kelter. Alle Exponate waren quasi als Leihgabe aufgebaut worden. „Wenn wir den Preis dafür nicht hätten zahlen können, wären sie irgendwann von den Künstlern abgebaut worden“, erklärt die Marbacher Galeristin Monika Schreiber, die auch das Bildhauersymposium ins Leben gerufen hat.

Um sie der Gemeinde zu erhalten, hat aber nicht nur der Kultur- und Heimatverein tief in die Vereinskasse gegriffen sowie zum Spenden aufgerufen. Auch die Galeristin selbst hat ihre gewohnt eigenwilligen Ideen, um eine Sache zu unterstützen und sie zu beschleunigen, uneigennützig ins Spiel gebracht. Zwei Geburtstagsfeiern nämlich – die eigene und die ihres Mannes Gerhard – hat das Paar genutzt, um per Verzicht auf Geschenke Spenden für die Kunstwerke einzusammeln. Das hat funktioniert. Die ersten beiden, von den Vereinsmitgliedern per Wahl priorisierte Skulpturen, hatten am Samstag bei einer gemütlichen Zusammenkunft vor der Kelter mit Kuchen und Imbiss ihre offizielle „Übergabe“.

Insgesamt rund 15 000 Euro Spenden seien nötig, um auch das dritte Kunstwerk, eine Stele, die aktuell im Eingangsbereich des Friedhofs die Kommenden begrüßt, im Dorf behalten zu können. „Uns ist sehr daran gelegen, weil sie ja alle speziell für Rielingshausen kreiert wurden“, sagte auch Christiane Scheuing-Bartelmess, die mit ihren Kollegen Tanja Wildermuth und Jens Knittel den Kultur- und Heimatverein leitet. Für die Traub-Skulptur, der Künstler war am Samstag ebenfalls anwesend, wird nun ein neuerlicher Spendenaufruf gestartet.

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