Kurioser Einsatz für Aidlinger Feuerwehr Kleinkind steckt in Toilettensitz fest

Der Kopf steckte fest: Die Aidlinger Feuerwehr musste ein Kleinkind aus einem ähnlichen Toilettensitz befreien Foto: Ebay
Der Kopf steckte fest: Die Aidlinger Feuerwehr musste ein Kleinkind aus einem ähnlichen Toilettensitz befreien Foto: Ebay

Die Aidlinger Feuerwehr musste am Samstag anrücken und das Kind mit einem kleinen Bolzenschneider in Küchenscherenformat aus dem WC-Aufsatz befreien. Es hatte seinen Kopf reingesteckt und kam nicht mehr raus.

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Aidlingen - Einen derart kuriosen Einsatz hat die Feuerwehr aus Aidlingen wohl selten erlebt. Ein Kleinkind hatte sich einen Toilettensitz über den Kopf gezogen und steckte fest. Alle Versuche der Eltern, eventuell mit Vaseline, Schmierseife oder ähnlichem nachzuhelfen, schlugen fehl. Mittels einer speziellen Schere sorgten die herbeigerufenen Helfer schließlich für die Erlösung.

„Eine blöde Situation für das kleine Kind“, weiß Einsatzleiter Günter Wacha. „Es hatte mit so einem WC-Aufsatz gespielt und ihn sich über die Ohren um den Hals gestülpt. Der Sitz ging nicht mehr ab.“ Da war guter Rat teuer. Das Kind sei trotz des Trubels allerdings ruhig geblieben, habe beim Eintreffen der Feuerwehrleute auf seinen Nacken gezeigt und „weg, weg“ gesagt.

Den WC-Sitz mit einem speziellen Werkzeug zerschnitten

„Wir haben uns dann zuerst entschieden, eine Ecke abzuschneiden, um so die Öffnung zu vergrößern“, erklärt Günter Wacha. Die Idee dahinter: Dank das erweiterten Loches müsste der Toilettenaufsatz wieder über den Kopf entfernt werden können. „Das hätte vielleicht sogar funktioniert, aber bevor das Kind dabei Verletzungen davonträgt, haben wir uns entschieden, den Sitz lieber komplett zu zerschneiden“, beschreibt der Einsatzleiter.

Mit einem speziellen Werkzeug – man könnte es als Mini-Bolzenschneider im Haushaltsscherenformat beschreiben – setzten die Floriansjünger den Plan in die Tat um. „Der Rettungsdienst hat währenddessen gut mit Tüchern abgedeckt“, so Wacha. Das Vorhaben hatte Erfolg, der lediglich zwei bis drei Millimeter dicke Plastiksitz wurde mit ruhiger Hand zerteilt.

„Die Familie war heilfroh und das Kind begeistert“, berichtet Günter Wacha, der einen solchen Einsatz in seinen 23 Jahren bei der Feuerwehr bisher noch nicht erlebt hatte.




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