Kurpark in Bad Cannstatt Graffiti-Schmierereien sind entfernt
Noch ist das Projekt zur Begrünung der Kurpark-Mauern nicht vollendet. Doch die Wände an der Brunnenanlage sind bereits weiß – zur Freude der Besucher.
Noch ist das Projekt zur Begrünung der Kurpark-Mauern nicht vollendet. Doch die Wände an der Brunnenanlage sind bereits weiß – zur Freude der Besucher.
Jahrelang haben die Schmierereien immer wieder für Ärger und Kosten gesorgt. Die Stadt hat dann überlegt, was sie tun kann, dass die immer wieder für teures Geld gereinigten Wände sauber bleiben und deshalb ein Begrünungskonzept erstellt. Im Januar waren die Bänke hinter dem Gerätehaus des Garten-, Friedhofs- und Forstamts entfernt worden. Unter das Vordach werden keine mehr gesetzt, um dort keine Aufenthaltsmöglichkeit mehr bewusst zu schaffen und keine Anreize geschaffen werden, um wieder Graffitis zu setzen.
Für das Sanierungsprojekt war eine Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart notwendig, da die Mauern beim Gerätehaus des Garten-, Friedhofs- und Forstamts im Kurpark unter Denkmalschutz stehen. Für die Sanierung und ihr neues Begrünungskonzept nimmt die Stadt rund 40 000 Euro in die Hand. Das Erneuerungsprojekt umfasst die Sanierung der Mauern, das Streichen, Belagsarbeiten, die Erneuerung der Bänke und die Begrünung der Mauer. Inzwischen sind die Mauern gestrichen, die Graffiti-Schmierereien entfernt und wurde ein Graben jeweils vor die Mauern gesetzt. Die Begrünung fehlt noch. Die Bauzäune stehen noch.
Im Frühsommer war es zu einer Unterbrechung der Arbeiten gekommen. „Wegen eines Trauerfalls bei der Malerfirma mussten die Arbeiten neu terminiert werden“, erklärte Stadtsprecher Oliver Hilinger im Juni. Das Amt ging davon aus, dass diese bis Ende Juni, Anfang Juli beendet sind. Die landschaftsgärtnerischen Arbeiten stünden ebenfalls kurz vor dem Abschluss. „Versucht werden soll, die Begrünung der Mauer trotz des nun sehr späten Pflanztermines noch durchzuführen. Alternativ kann diese erst im Herbst ausgeführt werden“, so Hillinger.
Auch die ehemalige Kunstlehrerin des Johannes-Kepler-Gymnasiums, Renate Esenwein, freut sich über die Reinigung von Fliesen und Mauern: „Ich möchte, dass diese Ecke im Park wieder schön wird und bleibt, die Cannstatter und Gäste sich an der Kunst erfreuen und die Stadt Stuttgart nun endlich meine immerhin siebenjährige Arbeit erhält.“ Sie hatte ab 2007 ein Fliesen-Projekt ins Leben gerufen, an dem neben der Keramik-AG des Kepler-Gymnasiums auch Steinbeisschüler unter Leitung von Achim Oelschläger beteiligt waren.