Landesliga, Staffel 2 Echterdinger Schockzustand nach Debakel

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Der Filder-Landesligist geht beim Aufsteiger Türkspor Neu-Ulm mit 1:6 unter.

Die Freude über das Ausgleichstor von Tahir Bahadir währte nur kurz. Foto: Günter Bergmann
Die Freude über das Ausgleichstor von Tahir Bahadir währte nur kurz. Foto: Günter Bergmann

Neu-Ulm - Der Schrecken stand ihnen nach dem Abpfiff in die Gesichter geschrieben. Dass es mit der für diese Saison neu zusammengestellten Mannschaft noch Rückschlage geben würde, das war wohl einem jeden bewusst gewesen. Aber so etwas? Mit sage und schreibe 1:6 haben die Landesliga-Fußballer des TV Echterdingen am Sonntag ihr Auswärtsspiel beim Klassenneuling Türkspor Neu-Ulm verloren. Hiernach gilt erst einmal: hinsetzen und tief Luft holen. „Das waren am Ende Auflösungserscheinungen. Ich hatte fast das Gefühl, dass dem einen oder anderen egal ist, was da passiert“, sagt ein geschockter Trainer Christopher Eisenhardt.

In jedem Fall ist fürs Erste die Antwort darauf gegeben, wie es denn um die Stabilität des eigenen Teams so steht. Nach ihren Auftritten von zuvor, zuletzt das zwar glanzlose, aber defensiv sichere 2:0 gegen den TSV Köngen, hatten die Gelb-Schwarzen sich ja bereits auf einem guten Weg gewähnt. Umso heftiger trifft die jetzige Vorstellung. Eine Elf als Totalausfall. Am kommenden Freitag im Heimduell mit dem nächsten Aufsteiger, dem 1. FC Frickenhausen, wird zu klären sein, ob es sich um einen einmalig schwarzen Tag gehandelt hat – oder ob in den Goldäckern manch einer schlicht schon deutlich zu optimistisch war. „Stand jetzt“, sagt Eisenhardt, „könnte ich auf sieben, acht Positionen Veränderungen vornehmen, ohne dass sich einer darüber beschweren kann.“

Bahadir mit dem Ausgleich

Glückliche Umstände für die Echterdinger, dass sie die aktuelle Begegnung dennoch rund 70 Spielminuten lang offen hielten. Schon in der ersten Hälfte stellte der Gegner das bessere Team, brachte aber lediglich ein Abstaubertor durch Sascha Endres zustande (26.). Dieses beantwortete Tahir Bahadir in der einzigen kurzzeitig guten Phase der Gäste mit dem Ausgleich. Der Angreifer traf nach Vorarbeit von Alexander Fregien (63.). Außerdem scheiterte Friedrich Pfeifer Koelln am Pfosten.

Wer jedoch gedacht hatte, die Partie könnte kippen, wurde drastisch eines anderen belehrt. Mit vier Gegentoren innerhalb von nur elf Minuten taumelten die Echterdinger anschließend ins Debakel. „Mit dem 1:3 sind dann alle Dämme gebrochen“, stellt Eisenhardt schmallippig fest. Zweimal Marc Oliver Hämmerle sowie Burak Tastan, Tolga Ciftci und Engin Karasoy machten für die Gastgeber das halbe Dutzend voll. „Da war keine Gegenwehr mehr da“, registriert Eisenhardts Gegenüber, der ehemalige Ulmer Bundesliga-Kicker Ünal Demirkiran. Jener befindet sich mit den Seinen somit auf Höhenflug – während es bei den Echterdingern nun um Aufarbeitung geht. Eine Erklärung für das Ganze? Die hatte direkt nach dem Spiel erst mal keiner. Der Schrecken war wie gesagt groß.

Türkspor Neu-Ulm:
Özer – Endres, Haxhijaj, Gündüz, Sahin – Aksoy – Kajan (81. Karasoy), Tekin (68. Hämmerle), Bagceci (84. Apul), Tastan – Tupella (74. Ciftci).

TV Echterdingen:
Kamphues – Kamdem Mabou, Zalac, Garcia-Franco, Plattenhardt (84. Stehle) – Heim, Hertel – Fregien, Pfeifer Koelln (84. Ivan), Berisha (46. Lenhardt) – Bahadir.