25-Meter-Lkw Als Lang-Lkw gelten fünf unterschiedliche Fahrzeugtypen

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Typ 1 bezeichnet eine Sattelzugmaschine mit einem sehr langen Sattelauflieger und bis zu 17,80 Metern Gesamtlänge (1,30 Meter mehr als erlaubt). Der schon 2006 begonnene Großversuch mit diesen fünfachsigen Fahrzeugen wird um nochmals sieben Jahre verlängert. Auch die Spedition Große-Vehne nutzt diese Lang-Lkw.

Typ 2 besteht aus einer Zugmaschine, einem langen Sattelauflieger und einem kürzeren Zentralachsanhänger. Gesamtlänge bis 25,25 Meter, also 6,50 Meter mehr als bisher erlaubt. Für diese in den USA beliebte Kombination mit sieben Achsen wird der Versuch um ein Jahr verlängert. Auch hier will das Ministerium noch keine unbefristete Genehmigung erteilen.

Typ 3 bezeichnet einen klassischen Lkw mit Untersetzachse und Sattelanhänger bis 25,25 Meter Gesamtlänge. Diese achtachsige Kombination soll künftig unbefristet auf dem zugelassenen Streckennetz fahren.

Typ 4 ist eine Zugmaschine mit zwei Sattelanhängern, Gesamtlänge bis 25,25 Meter. Auch für diese achtachsige Variante ist der unbefristete Regelbetrieb vorgesehen.

Typ 5 bezeichnet einen dreiachsigen Lkw mit einem zweiachsigen langen Anhänger, zulässige Länge bis 24 Meter. Auch hier soll die Befristung aufgehoben werden.

Begonnen hat der Versuch 2012

Der Feldversuch Lang-Lkw hat im Januar 2012 mit 21 Unternehmen begonnen. Rechtliche Grundlage ist eine Ausnahme-Verordnung, die bis zum 31. Dezember 2016 befristet ist und auf geeigneten Strecken den Betrieb erlaubt. Zunächst lehnten SPD-regierte Länder die Teilnahme ab, mit den Grünen erhob die SPD sogar Verfassungsklage gegen den Versuch, allerdings erfolglos.

Inzwischen beteiligen sich 13 Bundesländer und 60 Unternehmen mit 159 Lang-Lkw an dem Test, auch Rheinland-Pfalz will den Widerstand aufgeben. Nur in Berlin und dem Saarland haben damit die Lang-Lkw künftig noch Fahrverbot. Das zugelassene Netz umfasst mittlerweile fast 11 600 Kilometer.

Die Gewichtsbeschränkungen für Lkw sollen unverändert bleiben. Auch Lang-Lkw dürfen 40 Tonnen Gewicht nicht überschreiten, im Kombinierten Ladeverkehr mit Bahntransporten sind 44 Tonnen zulässig.