Lebenslauf Ditzingen Hoffen auf den schönen Tag

Tausende Läufer werden in Ditzingen erwartet. Foto: dpa
Tausende Läufer werden in Ditzingen erwartet. Foto: dpa

Am Sonntagmorgen starten die ersten Teilnehmer des Ditzinger Lebenslaufs. Die Veranstalter hoffen auf gutes Wetter – und eine hohe Spendenzahl.

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Ditzingen - Die Wetteraussichten für den Sonntag werden mit „unbeständig“ angegeben. Für den ansonsten beständigen Ditzinger Lebenslauf wäre das fast schon ein Novum. Denn nicht nur was das Wetter angeht, konnten die Organisatoren des Benefizlaufs zugunsten Mukoviszidose-Erkrankter bisher – bis auf den Nieselregen vor zwei Jahren – recht zufrieden sein. Auch die Resonanz für die mittlerweile im 17. Jahr stattfindende Veranstaltung in der Glemsaue ist gleichbleibend groß. Knapp 3100 Läufer waren es bis Mittwochabend, die in verschiedenen Gruppen antreten wollen und sich vorab anmelden mussten, sagt Manfred Schröder von der Regionalgruppe Ludwigsburg-Heilbronn des Mukoviszidose-Vereins.

Besonders freut er sich über 13 Gruppen, die erstmals starten. Von einem Kindergarten über eine Sportabteilung bis zu einer Metallbaufirma sei das Teilnehmerfeld recht breit. Eine große Gruppe werden wieder Kinder und Jugendliche stellen. Die „üblichen Verdächtigen“ seien mit dabei, freut sich Schröder über die Anmeldungen der Schule in Hemmingen, der beiden Einrichtungen in der Glemsaue, der Theodor-Heuglin-Schule und der Wilhelmschule, der Gymnasien in Leonberg und Rutesheim sowie der Grundschule Höfingen, die 2014 mit 250 Teilnehmern startete.

Auf eine ähnliche Größe bringen es auch manche Firmenteams. Traditionell stark vertreten ist etwa die Börse Stuttgart, rund 180 Kollegen, Freunde und Bekannte einer selbst erkrankten Mitarbeiterin waren 2014 am Start. Auch andere große Unternehmen haben sich erneut angemeldet, ebenso eine Mannschaft unserer Redaktion, die Medienpartner des Laufs ist. Und das wird längst nicht alles sein.

Manfred Schröder rechnet mit weiteren 800 Einzelläufern, abhängig vom Wetter. Unter ihnen wird auch wieder Julia Gajer sein, die amtierende deutsche Meisterin auf der Langdistanz und Sechstplatzierte der Triathlon-WM auf Hawaii, ebenso der Triathlet Marco Henrichs, der mit einem Patienten im Team antritt.

Kommen alle Angemeldeten, wären das mehr als 2014. Damals waren rund 3800 Teilnehmer zusammen 51 224 Kilometer gelaufen. Jeder von ihnen spendete pro Kilometer auf der Strecke – es gibt einen zwei Kilometer langen ebenen Rundkurs sowie eine 1,5 Kilometer lange Verlängerung mit leichter Steigung – einen selbstgewählten Betrag, gesponsert von Angehörigen, Freunden, der Firma oder dem eigenen Geldbeutel. Insgesamt sind so in den vergangenen 16 Jahren knapp anderthalb Millionen Euro für Mukoviszidosepatienten zusammengekommen.

Mit dem Geld, das dieses Mal eingenommen wird, wird unter anderem die halbe Arztstelle am Olgahospital Stuttgart in der Mukoviszidose-Ambulanz weiterfinanziert, eine Schwesternstelle sowie die psychologische Betreuung von Patienten der Klinik Schillerhöhe/Mukoviszidose-Ambulanz unterstützt, ebenso eine Physiotherapeutin, die schwerkranke Mukoviszidose-Patienten zu Hause betreut.

Hilfe wird auch schon vor dem Lauf groß geschrieben. Rund 150 Männer und Frauen aus Selbsthilfegruppen, deren Freunde und Bekannte, sind vor Ort, bauen auf, bereiten die Anmeldungen und Urkundenausgabe vor. Die Jugendabteilung des THW Ludwigsburg hilft beim Abbau, das DRK ist nicht nur mit einer Laufmannschaft vertreten. Zudem brät die Schöckinger Feuerwehr Würste zugunsten des Vereins.

Denn auch die Verpflegung und das Rahmenprogramm gehören zum Lebenslauf beständig dazu. Traditonell wird der Lauftag um 8 Uhr mit einer musikalisch begleiteten Andacht eröffnet, ehe um 8.30 Uhr der Startschuss für die ersten Läufer fällt. Um 11 Uhr hält der Ditzinger OB Michael Makurath eine Ansprache, über den Nachmittag verteilt gibt es immer wieder kleinere Konzerte. Angekündigt hat sich auch die Schauspielerin Michaela May, die „schon lange für unsere Ziele kämpft“, sagt Schröder, ebenso der Bundesvorsitzende des Mukovereins, Stephan Kruip. Die Schlussrunde ist auf 16 Uhr terminiert. Der kostenlose Busshuttle, der die Läufer vom Parkplatz der Firma Trumpf zur Glemsaue bringt, verkehrt von 7.45 bis etwa 18 Uhr.




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