Lebensmittelhersteller Wechsel an der Spitze von Hengstenberg

Von Imelda Flaig 

Der Bitburger-Manager Andreas Reimer wird neuer Chef des Esslinger Traditionsunternehmens Hengstenberg. Gleichzeitig zieht die fünfte Gründergeneration in den Verwaltungsrat ein.

Bitburger-Manager Andreas Reimer wechselt zum 1. April an die Spitze von Hengstenberg Foto: Firmenfoto/Nilz Boehme
Bitburger-Manager Andreas Reimer wechselt zum 1. April an die Spitze von Hengstenberg Foto: Firmenfoto/Nilz Boehme

Esslingen - Zum 1. April 2018 übernimmt Andreas Reimer (53) den Vorsitz der Geschäftsführung beim Esslinger Traditionsunternehmen Hengstenberg. Gleichzeitig wechselt Steffen Hengstenberg (52), bislang verantwortlich für Marketing und Vertrieb, in den Verwaltungsrat. Damit wird auch dort ein Generationswechsel eingeleitet. Albrecht Hengstenberg (vierte Gründergeneration) bleibt aber weiterhin an der Spitze des Gremiums.

Manager bei Mars und Chef der Köstritzer Schwarzbier Brauerei

Der künftige Hengstenberg-Chef Reimer verfügt über langjährige Erfahrung in der Lebensmittelwirtschaft. 1991 begann er seine Laufbahn bei Mars, wechselte 2001 zur Bitburger Braugruppe, wo er unterschiedlichste Funktionen innehatte – unter anderem war er auch Geschäftsführer der Köstritzer Schwarzbier Brauerei. „Mit der Berufung von Herrn Reimer weiten wir unsere Vermarktungs- und Vertriebskompetenz aus und schließen damit den planmäßigen Umbau in der Geschäftsführung ab“, sagte Steffen Hengstenberg, Vertreter der fünften Generation des 1876 gegründeten Familienunternehmens. „So schaffen wir gleichzeitig Kapazität, um die Aufgaben, die sich durch einen Generationswechsel im Gesellschafterkreis ergeben, aktiv zu gestalten,“ so Hengstenberg weiter.

Reimer sagte, er freue sich auf die spannende Aufgabe. „Die Qualität der Produkte und die starken Marken des Unternehmens sind eine hervorragende Voraussetzung, um die Firma Hengstenberg weiterhin erfolgreich in die Zukunft zu führen.“ Neben Reimer gehören der dreiköpfigen Geschäftsführung noch Henri Pillot – als kaufmännischer Geschäftsführer auch verantwortlich für IT und Personal – und Philipp Hengstenberg (53), Cousin von Steffen Hengstenberg und verantwortlich für Einkauf und Produktion, an.

Rund 500 Mitarbeiter in Esslingen, Bad Friedrichshall und Fritzlar

Hengstenberg ist zu 100 Prozent in Familienbesitz und hat eine lange Tradition. 1876 beteiligte sich Richard Alfried Hengstenberg an einer kleinen Essigfabrik. Essig und Gurken waren die ersten Produkte. Heute beschäftigt das Familienunternehmen rund 500 Mitarbeiter in Deutschland – in Esslingen, Bad Friedrichshall und Fritzlar. Zuletzt lag der Umsatz bei rund 140 Millionen Euro. Rund 90 Prozent des Umsatzes werden im Inland erzielt. Unter den Marken Hengstenberg und Oro di Parma (italienische Tomatenspezialitäten) reicht das Sortiment von Sauerkraut über Rotkohl, Essig, Gurken und Gemüse bis zu Feinkostspezialitäten.