Gymnasium Leinfelden Diese Schule ist einer der größten Energieverbraucher der Stadt

Das Leinfelder Gymnasium wurde bereits 1974 gebaut. Foto: Natalie Kanter
Das Leinfelder Gymnasium wurde bereits 1974 gebaut. Foto: Natalie Kanter

Das Leinfelder Immanuel-Kant-Gymnasium ist in die Jahre gekommen. Auf lange Sicht muss das Gebäude saniert oder gar neu gebaut werden.

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Leinfelden - Diese Woche gehen die Haushaltsberatungen in Leinfelden-Echterdingen weiter. Exakt 106 Anträge haben die Kommunalpolitiker eingereicht, über die nun gesprochen wird. Schon länger auf der dicken Investitionsliste der Kommune steht derweil die Sanierung des Leinfelder Immanuel-Kant-Gymnasiums. Möglicherweise muss es sogar neu gebaut werden.

„Noch fällt das Gebäude nicht in sich zusammen. Aber man wird irgendwann da ran müssen“, sagt Baubürgermeister Benjamin Dihm unserer Zeitung. Denn das Schulhaus wurde mit Ausnahme des Mensa-Rundbaus bereits im Jahr 1974 gebaut und ist entsprechend in die Jahre gekommen. Mittlerweile „gilt es als einer der größten Energieverbraucher in der städtischen Landschaft“, sagt er. „Was freilich nicht im Sinne des Klimaschutzes ist“, wie Schulleiterin Susanne Schneider-Frey sagt. Weshalb auch sie eine Sanierung befürwortet.

Im Sommer wie in der Sauna, im Winter zieht es

Das Gymnasium „ist eine Pfosten-Riegel-Konstruktion mit ganz viel Glas“, erklärt Dihm. Einerseits biete dieses Haus den Schülern und den Lehrern zwar viel Licht und einen guten Blick nach draußen, was die Rektorin bestätigt. Die breite Glasfront hat aber auch einige Nachteile. So fühle man sich im Sommer wie in der Sauna, berichtet Schneider-Frey. Es gebe zwar eine Lüftungsanlage, aber die bringe nicht viel. Im Winter dagegen ziehe es kräftig. Was gerade aber nicht groß ins Gewicht falle. Denn: „Wir frieren so oder so“, sagt die Schulleiterin. Wegen der Coronapandemie müssen Lehrer und Schüler spätestens, wenn die CO2-Ampel auf rot springt, die Fenster weit aufreißen und ordentlich lüften. Auch bei Schneetreiben und Minusgraden.

Gebäude wird auf Schwachpunkte untersucht

Mittelfristig müsse laut Dihm auch die Heizung der Schule in Schuss gebracht werden, und das müsse wiederum im Zusammenhang mit dem Neubau des Hallenbades gedacht werden. „Denn dort soll ja eine Heizzentrale entstehen.“ Möglicherweise könne diese Zentrale auch die Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft versorgen. Aktuell läuft eine Machbarkeitsstudie, die noch nicht abgeschlossen ist, und „zu der wir auch noch keine Rückmeldung haben“, wie Dihm sagt. In dieser Studie werde ausgelotet, ob sich eine Sanierung noch lohnt oder ob die Kommune neu bauen muss. Das Gebäude werde auf seine Schwachpunkte untersucht.

Wichtig sei zu überlegen, wie eine solche Sanierung, wenn sie denn noch möglich ist, ablaufen kann. Der Schulbetrieb müsse ja weiterlaufen. Das Gebäude könne nicht einfach für die Bauarbeiten geschlossen werden. Vielmehr müssten die Klassen in andere Schulen, andere städtische Gebäude ausgelagert werden. „Wir müssen uns also auch Gedanken zu Interimslösungen machen“, sagt der Baubürgermeister. Und: „Das lässt sich nicht in fünf Minuten bewerkstelligen.“




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