Leinfelden-Echterdingen Mit Sonne gegen den Stromausfall

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Der Verein LE Solar unterstützt mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro den Kauf einer Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Berufsschule in Tansania.

Gerhard Haag (links) nimmt eine Spende des Vereins LE Solar entgegen. Foto: Malte Klein
Gerhard Haag (links) nimmt eine Spende des Vereins LE Solar entgegen. Foto: Malte Klein

Leinfelden-Echterdingen - Hoch oben auf dem Dach des Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasiums stehen am Dienstag sechs Männer zwischen Reihen von Solarmodulen und halten gemeinsam eine Solarzelle in der Hand. Damit legen sie auf der Schule in Echterdingen symbolisch den Grundstein für eine Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Berufsschule Tausende Kilometer entfernt – in der Stadt Mbeya im afrikanischen Staat Tansania.

Um die Solaranlage zu finanzieren, sind zwischen 10 000 und 15 000 Euro nötig. Einen Teil des Geldes, nämlich 5000 Euro, spendet der Verein LE Solar aus Leinfelden-Echterdingen. Und um zu zeigen, worum es geht, haben sich Georg Scherm als Vorsitzender des Vereins LE Solar, Tilo Gunzenhäuser als dessen Stellvertreter und Ulrich Brockschmidt als Vereinsmitglied eine Solarzelle besorgt. Und den Ort haben sie gewählt, weil der Verein dort eine Photovoltaikanlage betreibt.

Vor Beginn der Regenzeit fällt in Mbeya der Strom aus

„Das gespendete Geld stammt aus der Einspeisevergütung dieser Anlage ins Stromnetz“, berichtet Georg Scherm. Zunächst hätten sie damit einen Kredit für die Anlage zurückgezahlt. Geld nach Tansania zu spenden, ist für den Verein ein Novum. „Wir fördern die Verbreitung regenerativer Energien in Leinfelden-Echterdingen. Das Projekt in Tansania ist das erste außerhalb der Stadt“, sagt Scherm.

Gerhard Haag, der früher Sozialbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen war, kümmert sich mit tansanischen Partnern darum, dass die Anlage in Mbeya installiert wird. Er engagiert sich seit zehn Jahren gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Leinfelden für die dortige Berufsschule und hat festgestellt, dass die Stromversorgung dort schwierig ist.

„Immer kurz vor Beginn der Regenzeit fiel in der Schule der Strom aus“, erzählt Haag. Denn dort sorgen Wasserkraftwerke für Elektrizität. Wenn die Bassins leer waren, gab es keinen Strom mehr. „Ich habe mir gesagt, dass es nicht sein kann, dass sie keinen Strom haben.“ Fachliche Hilfe bekam er vom Verein LE-Solar. „Wir rechnen damit, dass die Anlage im November oder Januar installiert werden kann“, sagt Haag.




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