Leonberg Aus zwei mach drei

Von Ulrike Otto 

Nach Kritik an einer Hundekot-Station in einer Sackgasse im Stadtteil Silberberg wird diese an einen Spazierweg versetzt. Zusätzlich stellt die Stadt dort noch einen dritten Behälter für die Hundehäufchen auf.

Eine Hundekot-Station wurde verlegt, diese hier an der Unterführung am Bahnhof zusätzlich aufgestellt. Foto: privat
Eine Hundekot-Station wurde verlegt, diese hier an der Unterführung am Bahnhof zusätzlich aufgestellt. Foto: privat

Leonberg - Jetzt stehen sie richtig!“ Jörg Hoffmann ist zufrieden mit den Hundekot-Stationen, die die Stadt Leonberg auch im Ortsteil Silberberg aufgestellt hat. Endlich, muss dazu gesagt werden. Mitte September hat die Stadt Leonberg in den drei Teilorten sowie im Silberberg die Behälter und Beutelspender aufgebaut: 18 in Höfingen, sieben in Gebersheim, neun in Warmbronn und zwei im Silberberg. Um einen jener zwei hatte es aber anschließend Zoff gegeben.

LKZ-Leserin und Hundehalterin Andrea Brecht wurde eine solche Station quasi direkt vor die Haustür gesetzt. „Wir wohnen in einer Sackgasse, hier kommt also außer uns Anwohnern niemand vorbei“, hatte sie der Redaktion geschrieben. Sie wohnt in einer kleinen Abzweigung der Wasserbachstraße. Die Station wäre besser auf der anderen Seite des Baches aufgestellt worden, wo es tatsächlich einen viel frequentierten Gassiweg gibt. Unterstützung erhielt sie bei ihrem Vorschlag auch vom Bürgerverein Silberberg, dessen Vorsitzender Jörg Hoffmann ist.

Die Stadtverwaltung hat indes auf die Kritik reagiert. Der Behälter in der Sackgasse ist mittlerweile abgebaut. Und dem Vorschlag folgend, wurde die Station am Ende des nahegelegenen Drosselweges installiert. Hier beginnt der Spazier- und Radweg, der auch von vielen Hundebesitzern genutzt wird. Doch nicht nur das. Am anderen Ende der geschotterten Stecke, kurz vor der Unterführung am S-Bahnhof, wurde eine zusätzliche Hundekotbeutel-Station aufgebaut. Damit befinden sich jetzt drei in dem Stadtteil. Beibehalten wurde der Behälter im Warmbronner Weg.

Nach Auskunft der Stadt sind in den Teilorten die Standorte von den Ortschaftsverwaltungen erarbeitet worden, die sich dabei auf Hinweise und Wünsche der Hundebesitzer gestützt haben. In Höfingen war außerdem der Hundesportverein daran beteiligt. Im Silberberg seien einige Hundebesitzer direkt angeschrieben und um Vorschläge gebeten worden.

Laut Umweltschutzverordnung sind die Halter verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner von öffentlichen Straßen, Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen oder von fremden Grundstücken zu entfernen. Die Hundekot-Stationen sind ein freiwilliger Service der Stadt Leonberg. Aus dem Tütenspender kann ein Plastikbeutel gezogen werden, in den der Kot kommt. Anschließend können die Beutel an der Station in einem speziellen Abfallbehälter abgelegt werden, der durch die Stadt geleert wird.