Leonberg Ein Kita-Leitbild, hinter dem alle stehen

Der Dekan Wolfgang Vögele (Mitte) stellt das neue   Leitbild der  evangelischen Kitas  vor. Foto: privat
Der Dekan Wolfgang Vögele (Mitte) stellt das neue Leitbild der evangelischen Kitas vor. Foto: privat

Christliche Werte und ein christliches Menschenbild prägen die pädagogische Arbeit.

Leonberg - „Die Arbeit unserer Kindertageseinrichtungen basiert auf dem christlichen Menschenbild: Jeder Mensch wird in seiner Einzigartigkeit als Gottes wertvolles Geschöpf bedingungslos angenommen.“ Mit dieser Aussage beginnt das neue Leitbild, das sich alle Kindertageseienrichtungen der evangelischen Gesamtkirchengemeinde gegeben haben.

Der Dekan Wolfgang Vögele hat das neue Leitbild am Montag im Eltinger Oberlin-Haus den Leiterinnen der neun evangelischen Kitas präsentiert. Die pädagogische Fachleiterin und Qualitätsmanagement-Beauftragte für die Kindergärten der Gesamtkirchengemeinde, Christa Juraske, hat es ihnen in gedruckter Form ausgehändigt. Dazu hat sie noch entsprechende Plakate, die in den Kitas und in den jeweiligen Pfarrbüros aufgehängt werden, dabei.

Neun Kitas in der Stadt

Als Träger der neun evangelischen Kindertageseinrichtungen in der Stadt und den Teilorten liege der Gesamtkirchengemeinde die qualifizierte Bildung, Betreuung und Entwicklungsbegleitung der mehr als 600 Kinder am Herzen, heißt es in der Begründung für das neue Leitbild, das das alte aus den 80er Jahren ersetzt.

Das Leitbild wird auch den Eltern ausgehändigt, denn es veranschaulicht – wie ein Leitfaden – die Grundsätze und Wertvorstellungen, die das pädagogische Handeln in den Kitas bestimmen. Gleichzeitig ist es aber auch die Grundlage für die pädagogische Arbeit. Trotzdem bleiben die jeweiligen Schwerpunkte und Besonderheiten der einzelnen Kitas erhalten.

Werte mit Erziehern und Gemeinden erarbeitet

„In 20 Sätzen ist hier festgehalten, was uns wichtig für die Arbeit im Kindergarten ist, und warum wir für euch da sein wollen“, erklärte der Dekan den aufmerksam lauschenden Kindern im Oberlin-Haus. Die hatten für die ungewohnt vielen erwachsenen Gäste an diesem Tag, gemeinsam mit ihren Erzieherinnen das Lied vom „Dicken Dankeschön“ vorbereitet und auch voller Elan vorgetragen.

Um die Ziele und Werte der Kitas transparent zu machen, haben Mitarbeiterinnen aus den evangelischen Kindertageseinrichtungen – Heuweg, Wichern, Gartenstadt, Ezach, Elly-Heuss-Knapp, Oberlin-Haus, Fröbelkindergarten, Regenbogen in Höfingen und Eric-Carle-Kinderhaus in Gebersheim – sowie Vertreter der Kirchengemeiden gemeinsam das Leitbild erstellt. Und das über einen Zeitraum von mehreren Monaten, sagte die Eltinger Pfarrerin Claudia Trauthig im Rückblick

Leitbild heißt auch Qualitätsmanagement

Warum ein neues Leitbild, war das bisherige veraltet? „Wichtig war uns auch der Findungsprozess, der alle Mitwirkenden zusammengebracht hat“, erklärte der Dekan. „Es sollte ein Leitbild werden, das alle ausgearbeitet haben, damit der heutigen Arbeit nicht ein 30-jähriges Konzept übergestülpt wird“, sagte der Dekan. Gleichzeitig ist das neue Leitbild des Qualitätsmanagements in den Kitas.

Zum Abschluss hatte der Dekan eine Überraschung mit dabei – ein funkelnagelneues Dreirad. Das hatte die Radlergruppe „Grüner Gockel“ der Kirchengemeinde beim Stadtradeln für ihren dritten Platz bekommen. Doch wer soll es bekommen? Um das zu klären, hatte sich Fachleiterin Christa Juraske eine Verlosung ausgedacht. Nun dürfen sich die Kinder aus dem Ezach-Kindergarten über das neue Dreirad freuen.




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