Leonberg Wenn „Cats“ auf die „West-Side-Story“ treffen

Von Marion Graeber 

Eine wundervolle Reise durch die faszinierende Welt der Musicals erleben die Besucher bei „Best of Musicals – Star Nights“ in der Stadthalle.

Die Kostüme stimmen, Ausdruck und Stimme sowieso: Die Musical-Darsteller  überzeugen in der Stadthalle mit ihrem Können. Foto: factum/Bach
Die Kostüme stimmen, Ausdruck und Stimme sowieso: Die Musical-Darsteller überzeugen in der Stadthalle mit ihrem Können. Foto: factum/Bach

Leonberg - Sobald man sich mit dem Thema „Musical“ beschäftigt, scheint eines klar: Es gibt zum einen die begeisterten Fans – sie reisen von einem Musical zum anderen und haben so manche Aufführung auch schon mehrfach besucht. Kein Weg scheint ihnen zu weit. Und da gibt es diejenigen, die einen großen Bogen um diese so ganz eigene Welt der Musik machen. Wie wundervoll doch diese Form der Unterhaltung sein kann, das zeigte das junge Ensemble von „Best of Musical“ eindrücklich am Samstagabend in der Leonberger Stadthalle. Mit einer unglaublichen Freude am Gesang, dem Tanz und am Schauspiel hätten sie sicher so manchen Musical-Muffel aus der Reserve gelockt.

Manhattan in den 1950ern – die „West-Side-Story“. Als modernes Romeo und Julia spiegelt sich Shakespeares Thema wieder. Zu Recht wird die „West-Side-Story“ als Mutter aller Musicals bezeichnet. Hier verkörperte Nadia Hlavaj die zarte Maria. Gemeinsam mit ihrem Partner Pjotr Greenwood präsentierte sie den Klassiker „Tonight“. Im Hintergrund, und als Bühnenbild, eine typische New Yorker Häuserfront.

Ihre Stimmen, rein und klar, perfekt aufeinander abgestimmt. Auch bei „Tanz der Vampire“, waren die beiden Musicaldarsteller gemeinsam zu sehen.

Ein Künstler, viele Rollen

„Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen. . .“ Mit dieser Passage zeigte sich Nina Mondschein als Eliza Doolittle in „My Fair Lady“. Rhys Benjamin hingegen glänzte in „Starlight Express“. Auch Elly Jay war in verschiedenen Rollen zu bewundern. Ob als Baby Houseman in „Dirty Dancing“, oder als Teil von ABBA – Leidenschaft ist das Wort, welches sie wohl am besten beschreibt.

Insgesamt waren 14 internationale Künstler an diesem Abend in Leonberg zu sehen. Ihre umwerfenden Stimmen, die akrobatischen Tanzeinlagen, die Freude und Leidenschaft an der Verkörperung der einzelnen Rollen machten den Abend zu einem ganz besonderen.

Ein Klassiker nach dem anderen

So waren die schönsten Passagen aus den beliebten Musicals „Mary Poppins“, „Cats“, „Elisabeth“, „Die Schöne und das Biest“, „Jekyll & Hyde“, „Der König der Löwen“, „The Rocky Horror Show“ und „Les Miserables“ zu sehen, um nur einige weitere zu nennen.

„Chim Chim“, „Memory“, „Ich gehör’ nur mir“, „Die Schöne und das Biest“, „This is the Moment“, „Hakuna Matata“, „Time Warp“ und „I Dreamed a Dream“, sind hier die dazugehörenden Lieder.

Auffallend die farbenfrohen, professionellen Kostüme. Perfekt abgestimmt auf jede einzelne Szene war jedes von ihnen einzigartig. Berücksichtigt wurden sowohl die Zeit, in der die Geschichte spielte, wie auch der Ort. So ging die Reise beispielsweise nach England, Frankreich, Österreich und in die USA. Die eindrucksvollen 3D-Videoprojektionen machten das Bühnenbild zu einem ganz besonderen Hingucker und ließen die Besucher in die Traumwelten eintauchen. Auch die Überleitungen von einem Musicalthema zum anderen wurden gekonnt und als kleine Geschichte vorgetragen. Die Musicalstars selbst übernahmen abwechselnd die Moderation.

Mit „Best of Musical“ hat ein junges, wildes, hoch ambitioniertes und professionelles Ensemble den Weg nach Leonberg gefunden. Kein Wunder, dass nur eine kleine Aufforderung zum Mittanzen genügte, um das Stadthallen-Publikum in die wunderbare Welt der Musik mit einzubinden.




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