Letzter Spieltag der dritten Liga Auf der Zielgeraden

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Die dritte Fußball-Bundesliga bestreitet am Samstag ihren letzten Spieltag der Saison. Für die württembergischen Clubs Stuttgarter Kickers, VfB II und SGS Großaspach sind die Würfel aber bereits gefallen.

Erich Berko (links) wechselt die Farben, aber nicht die Liga: vom VfB II zu den Kickers. Foto: Baumann
Erich Berko (links) wechselt die Farben, aber nicht die Liga: vom VfB II zu den Kickers. Foto: Baumann

Stuttgart - Die Würfel in der dritten Fußballliga sind gefallen – zumindest was die drei württembergischen Clubs angeht. Sie können dem letzten Spieltag am Samstag (13.30 Uhr) recht gelassen entgegensehen. Ein Rück- und Ausblick:

Stuttgarter Kickers Die Blauen können auf eine höchst erfolgreiche Saison zurückschauen – mit Platz vier, der die Teilnahme am DFB-Pokal (140 000 Euro Startgeld) garantiert, was auch die vom DFB geforderten Nachweise bis zum 28. Mai für die Lizenzierung erleichtern dürfte, nachdem bisher noch immer ein neuer Hauptsponsor fehlt. Dennoch sagt der Trainer Horst Steffen: „Unser Ziel haben wir nicht ganz erreicht.“ Das hieß insgeheim dann eben doch Aufstieg. Der soll nun nächste Saison in Angriff genommen werden, wobei das kein Selbstläufer wird. „Inzwischen stellen sich die Gegner auf uns ein, das macht es nicht leichter“, sagt Steffen: „Außerdem muss man ja auch mal abwarten, wer von oben kommt.“

Wobei St. Pauli oder 1860 München wohl mehr Angst verbreiten würden als der FSV Frankfurt, andererseits aber auch ein volles Haus garantieren würden. Apropos Gazi-Stadion: das hat sich seit der Rückkehr zu einer Pilgerstätte entwickelt – in den sieben Heimspielen kamen im Durchschnitt 6921 Besucher statt früher knapp 4000. „Das zeigt, dass wir in der Stadt etwas bewegt haben“, sagt der Sportdirektor Michael Zeyer, dessen Spielerbudget im Vergleich zu dieser Sparsaison um rund 500 000 Euro auf 2,7 Millionen steigt. Vier Zugänge für die nächste Saison sind bereits verpflichtet worden, zudem hoffen die Kickers auch auf eine Spielgenehmigung für den Ukrainer Dmytro Yarchuk. Offen ist noch die Zukunft von Nick Fennell und Fabian Gerster, bei dem es die Idee gibt, ihn nach seinem Studium im Verein einzubinden. Arbeit gibt es genug, etwa im Trainingslager in Südtirol mit dem Test gegen Inter Mailand (11. Juli) als Höhepunkt.

SGS Großaspach Der Drittligist präsentiert seinen Fans auch einen international renommierten Vorbereitungsgegner. Am 5. Juli ist Bayer Leverkusen zu Gast, das garantiert eine tolle Kulisse. In der Zuschauertabelle (2359 im Durchschnitt) würde die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz rangieren, vor dem VfB II und Mainz 05 II.

Auch sportlich drohte dem Aufsteiger zwischenzeitlich der Abstieg. Als die Mannschaft Ende Februar auf den 18. Platz zurückgefallen war, zogen die Verantwortlichen die Reißleine. Für den Trainer Uwe Rapolder wurde Rüdiger Rehm zurückgeholt, Rapolders Vorgänger. Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Ein riskanter Schritt, der sich auszahlte. Unter Rehm schaffte der Club, bei dem der Mittelfeldspieler Shqiprim Binakaj um zwei Jahre verlängert hat, vorzeitig den Klassenverbleib. Danach hatte der Trainer als Ziel „50 Punkte“ ausgegeben.

Das ist nach dem 0:2 in Chemnitz nicht mehr machbar, dennoch wird am Samstag gefeiert: da kommt der Aufsteiger Arminia Bielefeld, dessen Spieler dieser Tage auf Mallorca weilen. Hinterher wird dann das dramatische Finale der Bundesliga – mitsamt dem VfB-Spiel – live übertragen.