LKZ-Sommergespräche Der vorliegende Plan für das Postareal ist gut

Von Thomas K. Slotwinski 

Offenbar nicht richtig geplant wurde auch beim Postareal. Die Andienung für die vorgesehenen Supermärkte steht in der Kritik. Und auch wegen der Bäume vor der alten Hauptpost gibt es Ärger.

Die jetzige Planung ist die beste aus zehn Vorschlägen. In dem Preisgericht, das zu    diesem Urteil gekommen ist, haben Fachleute aus der Verwaltung und dem Gemeinderat gesessen. Ich halte den vorliegenden Plan für eine gute Lösung, der die innerstädtische Qualität erhöhen wird. Und für die Zufahrten werden sich andere Möglichkeiten finden lassen.

Und die Bäume vor der Post?

Im Vorfeld hat niemand an die Bäume gedacht. Es ist machbar, einige zu halten, aber nicht alle. Das ist mit dem Konzept nicht kompatibel. Dafür sollte es Grün an    anderer Stelle geben. Über all diese Details kann man sicher noch reden. Aber ich sehe keinerlei Grund, eine ganz neue Planungsrunde zu drehen.

Ein anderer wichtiger Aspekt ist der Brückenschlag in Richtung Marktplatz.

Der ist in der Tat extrem wichtig, um den Marktplatz richtig ans Zentrum anzuschließen. Wenn wir einen komfortablen Übergang haben, der nur für Fußgänger und Radler zugängig ist, so ist das eine echte Chance für unsere Altstadt.

Sie hatten im vergangenen Interview für einen autofreien Marktplatz plädiert.

Dabei bleibe ich. Natürlich muss morgens der Lieferverkehr rein, aber ansonsten muss der autofreie Marktplatz das Ziel sein. Voraussetzung ist ein funktionierendes Parkhaus. Die eigentlichen Parkplätze sind großzügig, doch vor allem die Ein- und Ausgänge müssen besser werden. Aber da ist ja die Stadt dran.

Braucht es mehr Feste und Gastronomie?

Eine gute Gastronomie ist wichtig für das Profil der Altstadt, genau wie etliche kleinere Fachgeschäfte. Im Sommer sind natürlich auch Feste und andere Events wichtig.

Der Ärger mit den Anwohnern ist absehbar.

Ich halte es für schwierig, dass draußen um 22 Uhr alle Gläser abgeräumt werden. Andererseits muss man die Bedürfnisse der Anwohner schon sehen Vielleicht kann man ihnen ja auf anderen Ebenen entgegenkommen, zum Beispiel mit günstigen Stellplätzen im Parkhaus.

Beim Thema Samstagsmarkt auf dem Marktplatz sind die anderen Fraktionen skeptisch.

Ich halte das für wünschenswert. Die Stadt muss auf die Marktbeschicker zu­gehen und sie mitnehmen, dann kann es funktionieren.

Bei der Stadt tut sich ja einiges: Das Stadtmarketing gehört künftig nicht mehr zum Kulturamt, im Oktober beginnt die neue Citymanagerin und für die Stadthalle wird ein neuer Manager gesucht.

Eine Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung, Citymanagement und Stadtmarketing ist der richtige Weg hin zu einer attraktiven Stadt. Auch ein Hallenmanager ist eine Chance, da ist lange nichts passiert. Wenn wir nichts verändern, wird nichts besser werden.




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