Luftfilter für Stuttgart Anträge für rund 400 Geräte eingereicht

Die Stadt hat die Zuschüsse für 250 Luftfilter beantragt. Foto: privat
Die Stadt hat die Zuschüsse für 250 Luftfilter beantragt. Foto: privat

Für Stuttgarter Schulen und Kitas sind bisher Zuschüsse für knapp 400 mobile Luftfiltergeräte beantragt worden. Außerdem soll das Land den Kauf von rund 360 CO2-Ampeln unterstützen.

Lokales: Barbara Czimmer (czi)
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Stuttgart - Die Stadt Stuttgart hat erst kurz vor der Sommerpause beschlossen, 250 mobile Luftfiltergeräte für schlecht belüftbare Räume anzuschaffen. Deshalb war die Sorge der Eltern groß, dass die Landeshauptstadt leer ausgehen könnte bei den Zuschüssen, die das Land Baden-Württemberg dafür in Aussicht gestellt hat. Eine erste Bilanz zeigt, dass diese Furcht zumindest für diese erste Beschaffungsrunde unbegründet ist.

Für städtische Kitas soll es CO2-Ampeln geben

Nach Angaben der Stadt hat die Verwaltung den Antrag auf Zuschüsse für 250 Geräte im ersten Meldezeitraum gestellt, lange bevor dieser am vergangenen Freitag abgelaufen war. Stuttgart ist Trägerin von rund 160 öffentlichen Schulen. Außerdem betreibt sie rund 185 städtische Kitas, für die zusätzlich Zuschüsse beantragt wurden: 45 für mobile Luftfiltergeräte, die in eingeschränkt lüftbaren Räumen eingesetzt werden sollen, sowie 317 für CO2-Ampeln. Bei Schulen sieht die Stadt offensichtlich keinen weiteren Ampelbedarf: „Hier hat der Schulträger Ende 2020 alle Schulen bereits mit einigen Geräten ausgestattet, weitere Geräte konnten die Schulen seitdem bedarfsorientiert über das Schulbudget Corona des Landes beschaffen“, teilt die Pressestelle mit.

Der katholische Kitaträger betreibt 64 Kitas in der Stadt und hat Anträge für 32 mobile Luftfilter, aber keine für CO2-Ampeln gestellt. Die evangelische Kirche (119 Kitas) hat Zuschüsse für 40 mobile Luftfilter gestellt, die in schlecht belüftbaren Räumen eingesetzt werden sollen, und für ebenso viele CO2-Ampeln. „Diese Zahlen betreffen allerdings nur den Innenstadtbereich“, so der Abteilungsleiter für Jugend und Soziales, Jörg Schulze-Gronemeyer.

Bis zur dritten Melderunde drängt die Zeit

Das Land stellt 70 Millionen Euro zur Verfügung, bis zum Meldeschluss am Freitag haben 877 Träger Meldungen mit einem Volumen von etwa 41,5 Millionen Euro eingereicht. Wunsch vieler Stuttgarter Eltern ist die Ausstattung aller Klassenräume – rund 9000 in Stuttgart. Dafür haben sie eine Online-Petition gestartet, der inzwischen 4880 Menschen zugestimmt haben. Der Gemeinderat hat die Stadt beauftragt, nach der Sommerpause eine Kostenschätzung zumindest für die Ausstattung der Räume der Erst- bis Sechstklässler vorzulegen, weil es für diese Altersgruppe noch keinen Impfstoff gibt.

„Meldungen für mobile Luftfiltergeräte für gut belüftbare Räume bleiben im ersten Meldezeitraum ohnehin unberücksichtigt“, so die Auskunft des Kultusministeriums. Im dritten Meldezeitraum vom 20. September bis 20. Dezember 2021 könnte sich die Stadt um Fördermittel dafür bewerben. Die Gelder werden dann im Windhundverfahren vergeben – wer zuerst kommt, mahlt zuerst.




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