Lutz Kayser stirbt auf Pazifikinsel Der Stuttgarter Raketenmann

Von Michael Ohnewald 

In den 70er Jahren verursachte ein Stuttgarter Ingenieur weltpolitische Verwicklungen, als er seine Raketen erst im Zaire von Diktator Mobutu testete, dann von Libyens Diktator Gaddafi hofiert wurde. Sein Raumfahrtprojekt scheiterte. Im Alter von 78 Jahren ist Lutz Kayser nun gestorben.

Eines der letzten Fotos von Lutz Kayser. Seine Leidenschaft für die Raumfahrt ließ ihn nie los, zuletzt lebte er auf  Bikendrik Island im Pazifik. Foto: Markus Hilß
Eines der letzten Fotos von Lutz Kayser. Seine Leidenschaft für die Raumfahrt ließ ihn nie los, zuletzt lebte er auf Bikendrik Island im Pazifik. Foto: Markus Hilß

Stuttgart/Bikendrik Island - Das Paradies am Ende der Welt war weit entfernt vom Donnerhall der Raketen, die sein Leben geprägt hatten, aber irgendwie auch nicht weit genug. Eine Geschichte wie seine schüttelt man nicht aus den Kleidern, wobei Lutz Kayser zuletzt eher selten welche trug auf Bikendrik Island, einer Insel, die er gepachtet hatte. Er lebte dort gemeinsam mit seiner Frau Susanne Kayser-Schillegger. Die beiden waren im pazifischen Raum, zwischen Hawaii und Neuseeland, bekannt: Die Einheimischen nannten sie Adam und Eva, weil sie ihr Faible für die Freikörperkultur offen zur Schau trugen.