Markuskirche im Süden 75 Jahre Stuttgarter Schuldbekenntnis

Von kay 

Die Markuskirche war nach dem Zweiten Weltkrieg die einzige große Innenstadtkirche, die unzerstört geblieben war. Hier wurde am 19. Oktober 1945 das Stuttgarter Schuldbekenntnis verabschiedet, indem die evangelischen Christen ihre Mitschuld an den Naziverbrechen eingestanden.

Die Jugendstilkirche hatte den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Foto: K./K. Wesely
Die Jugendstilkirche hatte den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden. Foto: K./K. Wesely

S-Süd - Am 17. Oktober 1945 fand in der Markuskirche, der einzigen großräumigen, unzerstörten Innenstadtkirche, ein Gottesdienst zum ersten Treffen des gerade gegründeten Rates der evangelischen Kirche in Deutschland statt (EKD). Kurz darauf wurde das Stuttgarter Schuldbekenntnis verabschiedet. Darin bekannte die EKD die Mitschuld evangelischer Christen an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Die Erklärung wurde von den EKD-Ratsmitgliedern Hans Christian Asmussen, Otto Dibelius und Martin Niemöller verfasst und am 19. Oktober 1945 verlesen. Dieses Bekennen jährt sich nun zum 75. Mal, und die evangelische Kirche lädt daher an diesem Sonntag, 18. Oktober, 10 Uhr, an den Ort des damaligen Geschehens zum Festgottesdienst in der Markuskirche, Filderstraße 22, in Stuttgart-Süd ein.

Prominenz zum Jubiläum

Im Gottesdienst wirken mit: der geschäftsführende Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen, der Priester Professor Ioan Sauca, der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof Otfried July sowie Ehrenamtliche und Pfarrerinnen und Pfarrer der Markus-Haigst-Kirchengemeinde. Musikalisch sind Sänger des Hymnus-Knabenchors und der Kantor Andreas Scheufler beteiligt.

Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine telefonische Anmeldung mit Angabe der Kontaktdaten gebeten: im geschäftsführenden Pfarramt Markus-Haigst unter der Nummer 6 60 62 59 oder im Pfarramt der Haigstkirche unter 67 47 73.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/stuttgart/sued




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