Marvin Plattenhardt „Das VfB-Angebot lehnte ich ab“

Marvin Plattenhardt gilt als einer der besten Linksverteidiger Deutschlands. Foto: Baumann
Marvin Plattenhardt gilt als einer der besten Linksverteidiger Deutschlands. Foto: Baumann

Stuttgart - Wenn die deutsche U-20-Nationalmannschaft am Freitag und am nächsten Dienstag zwei Testspiele gegen die Schweiz bestreitet, gehört kein Spieler vom VfB Stuttgart zum DFB-Kader. Dafür aber der Frickenhausener Marvin Plattenhardt. Der 21-jährige Linksverteidiger kommt beim 1. FC Nürnberg seit zwei Jahren regelmäßig in der Bundesliga zum Einsatz. Im Brustringer-Interview spricht Plattenhardt über ein altes VfB-Angebot, sein Duell mit Javier Pinola und die gute Stimmung innerhalb der Nationalmannschaft.


Herr Plattenhardt, wie wichtig sind die zwei kommenden Länderspiele gegen die Schweiz für Sie?

Sie haben für mich eine große Bedeutung. So kann ich mich zeigen und weiterempfehlen. Außerdem kann ich Spielpraxis sammeln, das bringt mehr, als im Verein zu trainieren. Aber vor allem wollen wir die zwei Spiele natürlich gewinnen und dann am Ende auf dem ersten Platz stehen.


Sie haben auch schon ein Spiel für die U-21-Nationalmannschaft bestritten. Fühlen sie sich in der U20 als Führungsspieler?
Ich bin ein erfahrener Spieler. Seit der U16 habe ich fast jede Juniorenauswahl durchlaufen und schon einige Spiele bestritten. Deshalb möchte ich den anderen Jungs auf jeden Fall helfen. Ich kenne viele Teamkollegen schon länger und wir verstehen uns richtig gut. Einige spielen ja schon wie ich in der Bundesliga oder gehören immer zum Profikader. Da sieht man sich also auch immer wieder.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, den Sprung zurück in die U-21-Nationalmannschaft zu schaffen und bei der EM im Juni in Israel dabei zu sein?
Im Fußball geht es schnell nach oben – aber auch wieder schnell nach unten. Ich war beim letzten U-21-Lehrgang dabei und habe gegen die Türkei gespielt. Und wenn ich mich auch im Verein empfehle, dann kann ich schnell wieder eine Einladung bekommen. Ich hoffe sehr, dass es mit der EM in Israel klappt. Das wäre natürlich eine große Herausforderung und ein weiterer Schritt für mich. Aber jetzt bin ich erst einmal bei der U20 – und was dann in den nächsten Wochen passiert, lasse ich auf mich zukommen.

Bei der A-Nationalmannschaft setzt man Lehrgänge oft mit Wellnessoasen gleich, weil Spieler bestens rundum versorgt werden. Können Sie das auch für die U20 bestätigen?
Wir Spieler werden auch in allen U-Mannschaften bestens betreut, das ist der höchste Standard in allen Bereichen und man kann das auch mit den Bedingungen bei der A-Nationalmannschaft vergleichen.