Medizin Die Diagnosemöglichkeiten

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Urin
Gesunde Nieren scheiden täglich 20 bis 30 Milligramm des Eiweißes Albumin aus. Bei 30 bis 300 Milligramm pro Tag spricht man von Mikroalbuminurie, bei höheren Werten von einer Makroalbuminurie. Allerdings muss beim einmaligen Auftreten von Eiweiß nicht gleich ein Nierenschaden vorliegen. Auch bei starker körperlicher Belastung, Harnweginfekten oder akuten fieberhaften Erkrankungen kann Eiweiß im Urin sein. Von einem ernsthaften Nierenschaden geht man aus, wenn binnen drei bis sechs Monaten mindestens zwei von drei Albumintests positiv waren.

Blut Um die Nierenfunktion zu beurteilen, wird oft die Kreatininkonzentration im Blut herangezogen. Kreatinin ist ein Stoffwechselprodukt der Muskeln und wird über die Nieren ausgeschieden. Allerdings steigt die Kreatininkonzentration erst, wenn die Funktionseinschränkung der Niere bereits bei mehr als 50 Prozent liegt. Deshalb ist Kreatinin im Blut für ein Screening auf Nierenerkrankungen ungeeignet.

Kombination
Eine bessere Aussage liefert die Kreatinin-Clearance – ein Maß für die glomeruläre Filtrationsrate (GFR). Hierbei wird die Kreatininkonzentration sowohl im über 24 Stunden gesammelten Urin als auch im Blut gemessen. Die Methode ist sehr genau, doch auch hier gibt es einen Haken: Fehler beim Urinsammeln führen zu falschen Ergebnissen. Sind die Proben unvollständig, ergibt sich ein zu niedriger Wert. Mit geringen Abstrichen lässt sich die GFR bei Erwachsenen zwischen 18 und 70 Jahren mit der sogenannten CKD-EPI- Formel auch ohne Sammelurin schätzen. Dabei fließen Faktoren wie Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Serum-Kreatinin ein.

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