Michaela Korte eröffnet in der Ex-Imme14 ihre Volpe Neue Szene-Bar in Stuttgart-Süd

Volpe-Inhaberin Michaela Korte-Posner und ihr Betriebsleiter Samuel Haile. Foto: Petra Xayaphoum

Neuer Aperitivo-Hotspot: Am Mozartplätzle in Stuttgart-Süd hat die Café-Bar Volpe in der ehemaligen Imme14-Kneipe eröffnet. Unter den Fittichen von Michaela Korte-Posner gehen Kaffee, Kuchen, Drinks und Antipasti über die Theke.

Stadtkind: Petra Xayaphoum (px)

Dass sich in der ehemaligen Kiezkneipe Imme14 im Stuttgarter Süden etwas tut, war unschwer an den Handwerkern zu erkennen, die monatelang rein und raus marschiert sind. Seit Dienstag gibt das Schild draußen nun unmissverständlich zu verstehen: „We are open: Volpe. Café, Bar, Möbel.“ Über die schicke Theke gehen selbst gebackene Kuchen, Sandwiches, Kaffee-Spezialitäten und bunt mit Rohkost, Antipasti, Cremes, Pide und Käse belegte Platten. Hinter der neuen Café-Bar, deren Name auf deutsch Fuchs bedeutet, steckt Michaela Korte-Posner, Stuttgarter Innendesignerin, Fotografin, Kreativköpfin. Zu ihren neuesten Arbeiten zählt unter anderem die weiß geflieste und deckenverspiegelte Bar im Schräglage Club, auch ihr neuestes Projekt am Mozartplätzle hat sie selbst gestaltet.

 

Alles neu in der Volpe

Und dort im wahrsten Sinne des Wortes keinen Stein auf dem anderen gelassen. „Ich habe alles kernsaniert“, erklärt die Interior-Designerin. „Es gibt nicht mal mehr alte Stromkabel hier, alles ist neu.“ Mit ein Grund, warum sie statt wie geplant im Spätsommer vorigen Jahres erst jetzt am 11. April ihre Café-Bar Volpe eröffnet hat. Am 30. März flatterte dann endlich die neue Konzession rein. 40 Plätze gibt’s draußen, ins Innere passen rund 35 bis 40 Gäste. Statt Kneipenflair wie in der Vorgängerin Imme14 erwarten einen nun Sichtbeton, Grünpflanzen, geschmackvolles Designmobiliar und Details wie etwa eine mediterrane Fliesenwand oder bunte Terrazzohocker von Normann Copenhagen aus recyceltem Plastik, die überall im Laden herumstehen und die man im Übrigen auch kaufen kann. Die Volpe ist nämlich nicht nur eine Café-Bar: „Es ist ein Möbel-Café-Konzept, bei dem man die Einrichtungsgegenstände, die einen umgeben, auch hier im Laden kaufen kann“, erläutert Korte-Posner.

Café, Bar und Interior-Shop in einem

Anfangs wird sie noch selbst jeden Tag hinter der Theke stehen und Hocker, Kaffee und Sekt auf Eis verkaufen. Sobald sich nach der Softopening-Phase alles eingespielt hat, wird aber vor allem Betriebsleiter Samuel Haile den Laden wuppen. „Ich habe ein tolles, erfahrenes Team“, betont die Inhaberin und bezeichnet sich mit einem Augenzwinkern als Praktikantin, auf deren Anwesenheit später auch mal verzichtet werden kann.

Ob es in Zukunft auch einen Mittagstisch oder warme Speisen geben wird? „Nein, ich habe bewusst nichts davon auf meiner Karte“, lautet Korte-Posners Antwort. „Die Volpe ist aus einem Urlaubsspirit entstanden und auch daran angelehnt – deswegen ist der Name auch italienisch: Ich habe mich in diese kleinen Läden in versteckten Gässchen verliebt, die wir immer entdeckt haben, wenn wir mal mit dem Camper unterwegs waren und mit dem Rad die Gegend erkundet haben. Wenn man sich reinsetzt, bekommt man zum Getränk immer paar feine Oliven und Chips, das hat mich inspiriert.“ Aperitivo-Kultur am Mozartplätzle also. „Die Leute sollen hier entspannt ihren Vino trinken und was dazu snacken“, wünscht sich die Volpe-Macherin.

 

Die Küche bleibt kalt in der Volpe

Alles, was es auf den Antipasti-Tellern zu sehen gibt, kann man auch einzeln bestellen. Sämtliche Dips wie Tapenade, Toskanacreme oder mediterraner Frischkäse mit Datteln sind selbst gemacht. „Wo es Sinn ergibt, kaufen wir unsere Produkte auch stets in Bio- oder Demeter-Qualität“, erklärt die Volpe-Macherin weiter. Sie schließt nicht aus, dass auch mal das eine oder andere Obst und Gemüse aus ihrem eigenen Garten auf dem Tisch landet. „Zur Erdbeersaison zum Beispiel“, schmunzelt sie.

Langfristig würde sie gerne auch das Frühstück noch ausbauen, immerhin beginnt der Tag in der Volpe schon um neun Uhr. Vielleicht gibt es bis dahin auch ein Schild, bisher ragt über der Tür ein rundes weißes Blanko-Schild in die Luft. „Ich konnte mich bisher einfach noch nicht für ein Logo entscheiden“, sagt Michaela Korte-Posner lachend. Wird sicher schick.

Volpe, Immenhofer Str. 14, Stuttgart-Süd, Di+So 9-17, Mi-Sa 9-23 Uhr

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