Ministerin zu Trump-Aussagen „Österreicher leben nicht in Waldstädten“

Von red/dpa 

Österreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hat auf die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über explosive Bäume und Waldstädte reagiert. Trump hatte die Alpenrepublik als Vorbild im Waldmanagement gepriesen.

Wald in Österreich: Die Kunstinstallation «For Forest» im Klagenfurter Stadion. Foto: dpa/Ronald Zak
Wald in Österreich: Die Kunstinstallation «For Forest» im Klagenfurter Stadion. Foto: dpa/Ronald Zak

Wien - Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über explosive Bäume und Waldstädte in Österreich haben Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) zu aufklärenden Hinweisen veranlasst. „Fast die Hälfte unseres Staatsgebietes ist von Wald bedeckt. Das sind Natur- und Kulturlandschaften, auf die wir sehr achten und mit besonderem Schutz versehen“, so die Ministerin am Donnerstag. Die Art und Weise, wie in Österreich Wälder nachhaltig bewirtschaftet würden, sei weltweit anerkannt.

Wichtiger Teil der Identität

Es sei ihr wichtig gewesen, mit einer gewissen Ernsthaftigkeit auf die Äußerungen von Trump einzugehen. „Der Wald ist ein wichtiger Teil unserer Identität, auch wenn wir keine Waldstädte haben“, so Köstinger, die in der Online-Ausgabe des britischen „Independent“ in einem Gastkommentar auf Trump eingegangen war.

Der US-Präsident hatte im US-Sender Fox News angesichts der verheerenden Brände in Kalifornien die Alpenrepublik als Vorbild im Waldmanagement gepriesen. „Schauen sie sich Länder wie Österreich an. Sie leben im Wald, sie gelten als Waldstädte. So viele davon. Sie haben keine Feuer wie dieses hier. Und sie haben mehr explosive Bäume.“




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