Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach Verdächtige sollen Kinder getauscht haben

Von red/dpa 

Zwei mutmaßliche Täter sollen im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach ihre Kinder getauscht haben. Das Ausmaß des Kindesmissbrauchsfalls nimmt nach Erkenntnissen der Ermittler immer größere Dimensionen an.

Der Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach zieht immer weitere Kreise. (Symbolbild) Foto: dpa/Maurizio Gambarini
Der Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach zieht immer weitere Kreise. (Symbolbild) Foto: dpa/Maurizio Gambarini

Köln/Bergisch Gladbach - Im Missbrauchsfall von Bergisch Gladbach sollen zwei der mutmaßlichen Täter ihre Kinder getauscht haben. Es gebe „sehr deutliche Hinweise“ darauf, „dass sich mindestens zwei der beschuldigten Männer die eigenen Kinder gegenseitig zugeführt haben“, sagte der zuständige Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer dem „Spiegel“. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag) berichtet, geht dies aus Aussagen eines der Verdächtigen hervor.

Das Ausmaß des Kindesmissbrauchsfalls nimmt nach Erkenntnissen der Ermittler immer größere Dimensionen an. Inzwischen hätten 153 Beamte sechs namentlich feststehende Tatverdächtige und neun Opfer ermittelt, hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag berichtet. Die Opfer sind demnach zwischen einem und zehn Jahre alt.

Ende Oktober waren bei der Durchsuchung der Wohnung eines der Verdächtigen in Bergisch Gladbach große Datenmengen sichergestellt worden, die unter anderem schweren sexuellen Kindesmissbrauch zeigen sollen.