Mögliche Schüsse in Heilbronn Staatsschutz ermittelt wegen Patronenhülsen

Von red/dpa 

Der Staatsschutz hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, nach dem vor dem Haus von Verwandten des Ditib-Generalsekretärs am Wochenende Patronenhülsen gefunden worden sind.

Mehrere Patronenhülsen wurden am Sonntag in Heilbronn gefunden (Symbolbild) Foto: Malis/Thomas Söllner
Mehrere Patronenhülsen wurden am Sonntag in Heilbronn gefunden (Symbolbild) Foto: Malis/Thomas Söllner

Heilbronn - Nach möglichen Schüssen vor dem Haus von Verwandten des Ditib-Generalsekretärs Abdurrahman Atasoy in Heilbronn ermittelt die Staatsschutzabteilung der Polizei. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn habe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, teilte die Polizei am Montag mit. Die Ermittler suchen nach Zeugen.

In der Nacht zum Sonntag habe Atasoys Schwester die Polizei verständigt, weil sie von Knallgeräuschen geweckt worden sei. Der Generalsekretär sei nach einer Sitzung der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in Ludwigshafen zum Übernachten nach Heilbronn gefahren, hatte der Ditib-Bundesverband am Sonntag mitgeteilt. Atasoy habe die möglichen Schüsse auf sich bezogen, weil er zu diesem Zeitpunkt am Haus angekommen sei.

Fünf Hülsen gefunden

Eine Streife fuhr nach Angaben eines Polizeisprechers zu dem Haus, stellte aber nichts fest. Am Sonntagmorgen habe Atasoy vor dem Haus fünf Hülsen gefunden, die zu Schreckschuss- oder Gaspatronen gehören. Woher die Patronenteile stammen, sei unklar und werde untersucht.

In einer Presseerklärung hatte der Ditib-Bundesverband die Polizei kritisiert, dass sie den Vorfall in der Nacht nicht ernst genug genommen habe - besonders vor dem Hintergrund der mutmaßlich rassistischen Morde von Hanau. Ein Polizeisprecher wies das zurück.