Mordprozess am Landgericht Memmingen 51-Jähriger macht überraschendes Geständnis

Polizisten durchsuchen eine Wohnung in der Ortschaft Memmingerberg. Zwei Monate zuvor war eine 35 Jahre alte Frau spurlos verschwunden. Foto: dpa
Polizisten durchsuchen eine Wohnung in der Ortschaft Memmingerberg. Zwei Monate zuvor war eine 35 Jahre alte Frau spurlos verschwunden. Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft hat einen 51-Jährigen und dessen 60 Jahre alten Bruder wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Vor Gericht hat einer der Angeklagten nun ein überraschendes Geständnis abgelegt.

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Memmingen - Ein 51 Jahre alter Mann hat vor dem Landgericht Memmingen überraschend zugegeben, seine Ehefrau mit einem Kabelbinder erdrosselt und vergraben zu haben. Im Ermittlungsverfahren hatte er die Vorwürfe noch bestritten. Zum Auftakt des Prozesses verlas nun am Montag der Verteidiger des Ehemannes eine von dem Angeklagten selbst verfasste Erklärung, in der der Mann das Verbrechen zugibt.

Die Staatsanwaltschaft hat den 51-Jährigen und dessen 60 Jahre alten Bruder wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt. Nach der Erklärung des Ehemannes war sein Bruder aber nicht dabei, als er seine Frau in der Festhalle in Memmingerberg umgebracht habe. Der Bruder machte zunächst keine Angaben zu den Vorwürfen.

Die Brüder sind deutsche Staatsbürger mit syrischer Abstammung, die getötete Ehefrau war Syrerin. Das Landgericht hat für den Prozess bis Dezember zahlreiche weitere Verhandlungstage geplant.




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