„Musik am 13.“ in Stuttgart 2022/23 Fels in der Brandung
Die Kirchenmusikreihe „Musik am 13.“ startet mit der kompletten Kammermusik von Johann Sebastian Bach – ein Mammutprojekt, dem 2022/23 weitere interessante Konzerte folgen.
Die Kirchenmusikreihe „Musik am 13.“ startet mit der kompletten Kammermusik von Johann Sebastian Bach – ein Mammutprojekt, dem 2022/23 weitere interessante Konzerte folgen.
Endlich! „Ich bin froh, dass wir wieder musizieren dürfen“, sagt Jörg-Hannes Hahn, Organist, Chorleiter, Kirchenkreiskantor und Künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Musik am 13.“ in Stuttgart-Bad Cannstatt. Musizieren: Das heißt auch Singen ohne Maske, also mit einem Chor, dessen Sprache klar verständlich ist – und es heißt volle Besetzung in den Kirchen. Das Programm, das Hahn für die gerade beginnende Saison konzipiert hat, rechtfertigt dies allemal.
Schon der Auftakt ist ein Paukenschlag: Aufgeführt wird Bachs Kammermusik, komplett zu erleben an zwölf Abenden in der Stadtkirche Bad Cannstatt. Begonnen hat der Zyklus mit dem ersten von zwei Konzerten, in denen Jonathan Manson sämtliche Werke Bachs für Cello allein aufführt. Der zweite folgt am 9. Oktober. Den Abschluss der Reihe, in der mit einer Ausnahme ausschließlich historische Instrumente zu hören sind, bildet am 4. Dezember „Das musikalische Opfer“, aufgeführt von Monika Scholand (Flöte), Christine Busch (Violine), Anderson Fiorelli (Cello) und Jörg-Hannes Hahn am Cembalo. Zuvor wird Jakob Lindberg sämtliche Lautenwerke Bachs aufführen, Kolja Lessing und Jörg-Hannes Hahn nehmen sich der Violinsonaten an, Hiro Kurosaki spielt die Solowerke für Violine, bei den Gambensonaten stellt sich Friederike Heumann vor, und das Salagon-Quartett präsentiert „Die Kunst der Fuge“.
Der zweite Schwerpunkt der Saison liegt bei chorsinfonischen Werken: Kombiniert werden Brahms’ Requiem und Karl Amadeus Hartmanns symphonische Dichtung „Miserae“ (am 13.11.), außerdem gibt es Monteverdis Marienvesper (am 20.11.), Marienmusiken von Mozart – und zu den kirchlichen Festtagen Bachs Weihnachtsoratorium (plus „Singalong“-Version zum Mitmachen) und Matthäuspassion.
An Silvester gibt’s zwei Trompeten und Orgel. Und es wird ein Porträtkonzert für Detlef Heusinger geben. Das traditionelle Komponistenporträt indes ist in dieser Spielzeit dem Briten James MacMillan gewidmet, und überhaupt verspricht sich Jörg-Hannes Hahn mit wiederkehrenden Strukturelementen bei seiner Planung „eine gewisse Beständigkeit, die man in unseren volatilen Zeiten heute attraktiv finden kann“.
Musik am 13. Informationen zur Saison gibt es unter www.musik-am-13.de. Karten bei Easyticket unter 07 11 / 2 55 55 55.