Nach Großbrand 2021 im SSB-Busdepot Das ist für den Wiederaufbau in Gaisburg geplant

Das SSB-Busdepot nach dem Brand 2021 Foto: Fotoagentur-Stuttgart/Andreas Rosar

Seit die Halle des Busdepots der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) nach einem Großbrand 2021 abgerissen werden musste, stehen die Busse dort im Freien. Der Baubeginn für den neuen Betriebshof steht kurz bevor. Die Halle ist aber nicht das einzige Bauvorhaben auf dem Gelände.

Es ist mehr als zwei Jahre her, als ein Großfeuer den Bus-Betriebshof der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) in Gaisburg vollständig zerstört hat. Inzwischen gibt es einen Entwurf für die neue Abstellanlage. So soll es auf dem Dach der Halle für rund eine Million Euro eine Photovoltaik-Anlage geben – nicht nur als Beitrag zur Klimaneutralität, sondern auch wegen gesetzlicher Bestimmungen. Die SSB führen bereits Gespräche mit den Stadtwerken Stuttgart, die den Betrieb der Anlage und die Einspeisung des Stroms übernehmen sollen.

 

Neue Tiefgarage geplant

Der zukünftige Flächenbedarf für die Ladeinfrastruktur von Elektrobussen und SSB-Flex-Fahrzeugen ist groß und kann heute schon auf dem Betriebsgelände in Gaisburg kaum gedeckt werden. Da das Gelände nicht erweitert werden kann, ist zusätzlich eine Tiefgarage geplant. Der neue Betriebshof soll voraussichtlich im März 2026 fertiggestellt werden und insgesamt knapp 25 Millionen Euro kosten.

Im April dieses Jahres sollen die Baumaschinen anrücken. Während der Bauzeit brauchen die bislang im Freien stehenden Busse eine neue Abstellfläche. Die ist auch bereits gefunden: Ein Bereich auf dem Kraftwerksgelände der Energie Baden-Württemberg (EnBW) in Gaisburg. Rund 2,5 Millionen Euro planen die SSB für das vorübergehende Busdepot ein.

Elektrobus im Verdacht

Bei dem Großbrand am 31. September 2021 waren 23 Linienbusse zerstört worden. Auslöser soll ein Elektrobus gewesen sein, der während des Ladevorgangs in Flammen aufging. Die Halle des Betriebshofs war nach dem Feuer einsturzgefährdet und wurde Ende 2021 abgerissen.

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