Nach Kritik an Briefwahl Jungunternehmer fordern Online-Wahlen

Bundeswahlleiter Georg Thiel hatte sich kritisch über die seit Jahren steigende Zahl der Briefwähler geäußert. Foto: dpa
Bundeswahlleiter Georg Thiel hatte sich kritisch über die seit Jahren steigende Zahl der Briefwähler geäußert. Foto: dpa

Jugendfeindlich und altmodisch: Junge deutsche Unternehmer haben der Kritik des Bundeswahlleiters an der Briefwahl widersprochen und fordern nun Online-Wahlen.

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Berlin - Junge Unternehmer in Deutschland haben der Kritik des Bundeswahlleiters an der Briefwahl widersprochen und fordern Online-Wahlen. „Die Europawahl ist jugendfeindlich gestaltet“, sagte Sarna Röser, Bundesvorsitzende des Wirtschaftsverbands Die jungen Unternehmer, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. „Das altmodische Wahlprozedere schreckt besonders die Jugend, die alles digital und zeitunabhängig erledigt, ab, ihren demokratischen Beitrag zu leisten“, ergänzte sie.

Kritik an steigender Zahl von Briefwählern

Zuvor hatte sich Bundeswahlleiter Georg Thiel kritisch über die seit Jahren steigende Zahl der Briefwähler geäußert. Problematisch sei etwa, dass der Wahlzeitraum auf mehrere Wochen gestreckt wird. „Thiel sollte den hohen Anteil der Briefwähler nicht kritisieren, sondern endlich die richtigen Schlüsse daraus ziehen: Deutschland muss Online-Wahlen ermöglichen“, sagte Röser. Sie sieht auch in den Rahmenbedingungen der Wahl einen Grund dafür, dass junge Menschen häufiger Nichtwähler sind.




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