Nach Todesfall in Geislingen Deshalb starb die Klinikpatientin

Von red/dpa/lsw 

Eine Frau war in der Geislinger Helfensteinklinik gestorben, weil ein Medikament offenbar zu hoch dosiert worden war. Nun hat sich die Klinik zu den Hintergründen des tragischen Vorfalls geäußert.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in dem Todesfall in Geislingen. Foto: Phillip Weingand / STZN/Phillip Weingand
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln in dem Todesfall in Geislingen. Foto: Phillip Weingand / STZN/Phillip Weingand

Geislingen - Nachdem sie offenbar ein Medikament in zu hoher Dosierung erhalten hat, ist eine Patientin an der Helfenstein Klinik Geislingen (Kreis Göppingen) gestorben. Wie die Klinik am Dienstag mitteilte, bekam die Frau das Medikament wohl aus Unachtsamkeit mehrere Tage hintereinander anstelle einmal wöchentlich. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Zuvor hatte der SWR berichtet. Die Frau war bereits im Dezember gestorben, nachdem sich ihr Zustand verschlechtert hatte und sie auf der Intensivstation behandelt worden war. Publik wurde der Fall erst jetzt. Das Medikament mit dem Wirkstoff Methotrexat wird üblicherweise zur Behandlung von Krebserkrankungen und rheumatischen Gelenkentzündungen eingesetzt. Die hochbetagte Frau war wegen einer Knochenerkrankung in der Klinik.

Erst Mitte Februar hatte das Amtsgericht Göppingen der Fall einer 80-jährigen Frau beschäftigt, die in einer anderen Klinik im Kreis Göppingen nach einer Medikamenten-Überdosis gestorben war. Das Verfahren gegen drei behandelnde Ärztinnen wurde gegen eine Geldauflage eingestellt.