Nadja Gontermann und Tobias Gebhard von Antenne 1 „Die Kehrwoche hat etwas Heimeliges“

Tobias Gebhard und Nadja Gontermann sind „Die Schwabenwecker“ bei Antenne 1. Ihre Morningshow läuft montags bis freitags von 4.55 Uhr bis 8.55 Uhr. Foto: Antenne 1
Tobias Gebhard und Nadja Gontermann sind „Die Schwabenwecker“ bei Antenne 1. Ihre Morningshow läuft montags bis freitags von 4.55 Uhr bis 8.55 Uhr. Foto: Antenne 1

Nadja Gontermann und Tobias Gebhard sind die zwei neuen „Schwabenwecker“ beim Radiosender Antenne 1 – obwohl sie gar keine Schwaben sind. Im Interview sprechen sie über Klischees und wie große Welt und regionale Verbundenheit zusammenpassen.

Digital Unit : Ulrike Ebner (ulk)
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Stuttgart – - Nadja Gontermann und Tobias Gebhard sind die zwei neuen Stimmen am frühen Morgen beim Stuttgarter Radiosender Antenne 1. Mit ihrer Sendung „Die Schwabenwecker“ haben sie seit Montag die bekannte „Ostermann-Show“ mit den Moderatoren Oliver Ostermann und Carolin Seifert abgelöst. Im Interview sprechen Nadja Gontermann und Tobias Gebhard über ihren Einstand in Stuttgart, Schwaben-Klischees und das frühe Aufstehen als Morgenshow-Moderatoren.
Ihr seid beide keine gebürtigen Schwaben. Aber als „Schwabenwecker“ müsst ihr natürlich schwäbisch verstehen. Deshalb ein kleiner Vokabeltest zu Beginn. Was ist Gsälz?
Nadja Gontermann: War das Butter oder Marmelade? Ich glaube, es ist Marmelade.
Richtig. Und was ist ein Muggeseggele?
Tobias Gebhard: Doledeggel habe ich schon gelernt. Aber Muggeseggele?
Die kleinste Maßeinheit im Schwabenland. Hat was mit dem Geschlechtsteil einer Mücke zu tun.
T. G.: OK, das macht Sinn. Aber ich bin ja sehr ehrgeizig. Ich hätte gern noch ein zweites Wort.
Gut, was sind Grombiera?
T. G.: Kartoffeln!
N. G.: Zwei von drei Wörtern ist ja schon mal nicht schlecht.
Um noch ein bisschen bei Klischees zu bleiben: Habt ihr schon Erfahrungen mit der Kehrwoche gemacht?
N. G.: Ich habe eine Bleibe gefunden, wo man die gar nicht machen muss. Ich genieße den Luxus eines Hausmeisterservices. Aber ich bin ehrlich gesagt ein bisschen traurig, dass ich das nicht erleben darf. Dafür macht Tobias alles doppelt.
T. G.: Ich begebe mich da schon unters Volk, möchte möglichst nah dran sein. Einmal im Monat muss ich Kehrwoche machen. Das erste Mal habe ich schon hinter mir.
N. G.: Zwei Stunden hat das gedauert. Aber seine Vermieterin hat ihn auch gelobt.
T. G.: In Schwaben ist ja nichts sagen schon gelobt.
N. G.: Ich finde es faszinierend, mit welcher Leidenschaft die Kehrwoche betrieben wird, auch wenn eigentlich jeder darüber meckert. Aber dann unterhält man sich nett über die Straße hinweg beim Kehren. Irgendwie hat das etwas Heimeliges. Und es ist einfach sauber hier auf den Straßen.
Außer der Kehrwoche – was ist für euch typisch schwäbisch?
T. G.: Der Klassiker ist ja, dass Schwaben geizig sind. Das konnte ich aber bisher nicht feststellen.
N. G.: Wenn überhaupt, dann nur mit einem Augenzwinkern.
T. G.: Natürlich hat jede Region ihre Eigenheiten. Aber unterm Strich gibt es meinem Empfinden nach zwischen einem Stuttgarter, einem Münchner, einem Allgäuer und einem Rheinland-Pfälzer gar nicht so viele Unterschiede.




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