Nahostkonflikt Netanjahu macht Hoffnung auf neue Gespräche

Israels Premier Benjamin Netanjahu Foto: dpa
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Israels Premier Netanjahu glaubt an neue Möglichkeiten für Friedensgespräche mit den Palästinensern. Seine Bedingung: Palästinenserpräsident Abbas muss mit der Hamas brechen.

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Israels Premier Netanjahu glaubt an neue Möglichkeiten für Friedensgespräche mit den Palästinensern. Seine Bedingung: Palästinenserpräsident Abbas muss mit der Hamas brechen.

Gaza/Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu glaubt, dass der jüngste Gaza-Krieg eine neue Möglichkeit für Friedensgespräche mit den Palästinensern eröffnet haben könnte.

Israelische Medien veröffentlichten am Freitagabend Auszüge aus einem Interview Netanjahus mit dem Sender "Channel 10". Darin sprach Netanjahu demnach von einer "neuen Realität". Diese mache es Israel möglich, seinen Sicherheitsinteressen entsprechend zu handeln und einen "verantwortungsvollen diplomatischen Prozess zu starten".

Bedingung sei, dass Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit der radikal-islamischen Hamas breche. Er müsse wählen zwischen "Frieden mit Israel und Frieden mit der Hamas", zitieren israelische Medien den Ministerpräsidenten. Das vollständige Interview mit Netanjahu soll am Samstagabend ausgestrahlt werden.

Während des 50 Tage dauernden Gaza-Konflikts hat Israel der Hamas nach eigenen Angaben "einen schweren Schlag" zugefügt. Die Palästinenserorganisation hatte 2007 nach einem blutigen Bruderkrieg die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Seitdem herrschte die Fatah nur noch im Westjordanland. Nach einer Versöhnung bildeten die beiden größten Palästinenserorganisationen Anfang Juni eine Einheitsregierung aus Experten.




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