Nena in Stuttgart Eine kuschelige Familienparty mit viel Amore

Die Zuschauer waren von Nenas Auftritt in Stuttgart begeistert. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt 4 Bilder
Die Zuschauer waren von Nenas Auftritt in Stuttgart begeistert. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Nena liefert ihren Fans auf der Freilichtbühne am Killesberg das, wovon sie einen Haufen angesammelt hat: Hits, Kracher und Klassiker. Und sie wartet mit einer gelungenen Überraschung auf.

Leben: Simone Höhn (sdr)
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Stuttgart - Als Nena nach etwa der Hälfte ihres Konzerts auf der Freilichtbühne am Killesberg eine Freundin ankündigt, die heute Abend gerne ein Lied mit ihr singen will, tippt man auf so manche. Vielleicht auf Kim Wilde, mit der Nena 2003 ihren Hit „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ auf Englisch neu auflegte. Oder auf die schwedische Sängerin Zara Larsson, mit der sie vergangenes Jahr das Lied „Only you“ aufnahm. Aber nein, es ist wirklich eine gelungene Überraschung, die die 58-Jährige aus dem Hut zaubert. Es ist Gianna Nannini!

Gemeinsam singen die beiden zwar in die Jahre gekommenen, aber immer noch leuchtenden Musikerinnen Nenas „Liebe ist“ in einer deutsch-italienischen Fassung. Amore klingt auch einfach so viel schöner als das schnöde deutsche Wort Liebe.

Menschenfängerin und Rampensau

Es ist der Höhepunkt einer kuschelig-leutseligen Familienparty, die Nena und ihre Band, bestehend unter anderem aus ihren beiden Kindern Larissa und Saskias (beide Background), in Stuttgart feiern. Die Fans bekommen von den ersten Takten an das geliefert, was man erwarten kann, wenn man bei einem der größten Popstars, den Deutschland hervor gebracht hat, zu Gast ist: einen Hit nach dem anderen. Da Nena diese nun schon seit fast vier Jahrzehnten sammelt, verschmelzen manche davon zu Medleys, teilweise singt sie nur ein paar Zeilen aus Liedern wie „Rette mich“, „Tanz auf dem Vulkan“ oder „Kleine Taschenlampe brenn’“.

Nena ist eine Menschenfängerin und eine Rampensau: mit Leichtigkeit schafft sie eine Verbindung zwischen ihr, der Band und den Fans, dass es fast schon seltsam anmutet, wie sie da mit einer Entourage an Security-Personal durch die Menge im Innenraum der Freilichtbühne tänzelt. Der nahbaren Sängerin, die sich gerne als Rockröhre gibt und auf einer Mini-Bühne mitten im Publikum die Gitarre frisiert, hätte man zugetraut, sich von der Menge auf den Händen tragen zu lassen.




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