Neu in der Olgastraße: Mao Mao Keramik Studio zum Keramik selbst bemalen

Der von der Decke hängende rote Pfeffer im Mao Mao Keramik-Studio ist von Studio de Pasquale. Foto:  

Alle töpfern, hier wird gemalt: Im neuen Keramik-Studio Mao Mao kann man in schicker Atmosphäre Rohlinge vom Seifenspender bis hin zur Zitronenpresse nach eigenem Gusto bemalen und brennen.

Stadtkind: Petra Xayaphoum (px)

Das Töpfern hat die kreative Bubble während der Pandemie für sich entdeckt und in die Welt hinausgetragen. Es wurde getöpfert, was das Zeug hält, kaum ein Stuttgart-West-Haushalt kommt seitdem ohne mindestens eine selbstgemachte Kaffeetasse aus. A Trend was born. In die gleiche Kerbe schlägt der neue Laden von Kim Hofmann und Katrin Weidinger. Man wird nur nicht ganz so schmutzig dabei, getöpfert sind die weißen Rohlinge nämlich schon: Bei Mao Mao Keramik geht’s ums Bemalen.

 

Individuell selbst bemalte Keramik

In dem neuen, schicken Keramik Studio mit großer Fensterfront in der Olgastraße, kann man sich via Homepage in einen verfügbaren Termin-Slot einbuchen. Egal, ob alleine oder mit 24 Freund:innen (das Studio bietet maximal 25 Sitz- und Arbeitsplätze). Beim zwei- bis zweiundhalbstündigen Termin kann man dann ein, zwei oder drei Tongefäße kaufen (je nachdem, wieviele man bemalen möchte) – die Auswahl reicht von Vasen über Schalen und Teller bis hin zu Seifenspendern und Weihnachtsschmuck (!) – und kann direkt mit dem Kolorieren loslegen. Und nein, man muss künstlerisch nicht begabt sein, versichern die beiden Stuttgarterinnen. Mit verschiedensten einfachen Techniken wie der Schwamm-, Seifenblasen- oder Sprenkel-Technik, kriegen sogar die untalentiertesten Kleckser:innen was Schönes hin (Beweisfotos in der Bildergalerie). Zur Not gibt’s auch Schablonen, die sind auch praktisch, wenn man zum Beispiel dasselbe Motiv auf mehreren Teilen haben möchte (Stichwort Tisch-Set).

Natürlich kann man sich auch verkünsteln und kleine, filigrane Zeichnungen auf die schneeweißen Tonprodukte packen, der Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt und den Farbkombinationen auch nicht. Zahlreiche Farben in verschiedensten Schattierungen stehen bereit. „Man sollte nur bedenken, dass die Farben durchs Brennen kräftiger herauskommen“, sagt Kim und vergleicht die Probe-Plättchen, auf denen sie jede Farbe geswatcht und gebrannt haben, mit den Farbtuben, in denen die ungebrannte Farbe geradezu pastellig zu sein scheint.

Die Grundkosten für die Teilnahme betragen fünf Euro pro Person, der Grundumsatz pro Person beträgt dann noch 15. Im Anschluss werden die bemalten Tonstücke gebrannt und sind einige Tage später abholbereit.

Fans von Keramik sind Katrin und Kim schon lange, die Idee mit einem eigenen Studio ist allerdings ziemlich frisch. „Etwa im September habe ich den Beschluss gefasst“, sagt Kim. „Und kurze Zeit später kam dann ich dazu“, erzählt Katrin weiter. Und dann ging alles sehr schnell. Die Location, in der sich zuvor ein CBD Store und ganz früher ein Schuhladen befunden hatte (das macht sich heute noch am schwarzen Kachelboden bemerkbar, auf dessen Kacheln sich eine reiche Variation an Schuhmodellen wiederfindet), war schnell fix gemacht, die Farben und Tongefäße bestellt. Kaum zwei Monate später wird Eröffnung gefeiert.

Kleiner Servicehinweis zur Weihnachtszeit: Gutscheine und Boxen zum zuhause anmalen und dann zum Brennen vorbeibringen, kann man übrigens auch erstehen. Die ersten Buchungen sind schon vor der Eröffnung diesen Freitag eingetrudelt. Und wer sich gefragt hat, warum das Ganze eigentlich Mao Mao heißt: Mao heißt auf Portugiesisch „Hand“. Passt!

Mao Mao Keramik, Olgastr. 53, Stuttgart-Mitte, zur Webseite >>>

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