Neubaugebiete in Köngen Zunächst nur 55 statt 120 Wohnungen im Burgweg
In dem Neubaugebiet Burgweg West III in Köngen entstehen bis Ende 2025 fünf Mehrfamilienhäuser. Geplant sind aber eigentlich zehn Gebäude.
In dem Neubaugebiet Burgweg West III in Köngen entstehen bis Ende 2025 fünf Mehrfamilienhäuser. Geplant sind aber eigentlich zehn Gebäude.
Bezahlbarer Wohnraum ist nach wie vor knapp – insofern ist es eine erfreuliche Nachricht, dass seit Oktober 2023 in dem Köngener Neubaugebiet Burgweg West III die Bagger rollen. Allerdings werden von den ursprünglich geplanten zehn Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 120 Wohnungen lediglich fünf Gebäude mit 55 Wohnungen erstellt. Damit wird zunächst nur eines der beiden etwa gleich großen Baufelder, die zusammen eine Fläche von 10150 Quadratmeter haben, bebaut.
Die Restfläche wird wohl noch mindestens bis Ende 2025 brachliegen, wie das Unternehmen Weisenburger Bau, das sich im Sommer 2020 in dem von der Gemeinde Köngen ausgelobten Investorenwettbewerb gegen zehn weitere Bewerber durchgesetzt hatte, mitteilt. Bis dahin sollen die ersten fünf Mehrfamilienhäuser aber bezugsfertig sein. „Der Baubeginn des zweiten Baufeldes wird sich zeitlich an den Bau des ersten Baufeldes anschließen“, verlautet seitens des Investors. Der städtebauliche Vertrag zwischen Investor und Kommune gibt dazu vor, dass innerhalb von drei Jahren nach Erteilung der Baugenehmigung mit dem Bau begonnen werden muss. Laut dem Köngener Bürgermeister Otto Ruppaner hat Weisenburger noch keinen Bauantrag für das zweite Baufeld eingereicht.
Verzögerungen hatte es bereits im Vorfeld einige gegeben: Nach intensiven Verhandlungen zum städtebaulichen Vertrag ging der Verkauf der beiden Grundstücke erst 2021 über die Bühne. Dann dauerte es fast ein Jahr, bis der Bauantrag genehmigt war – bis Anfang 2022. Fast gleichzeitig führte der Überfall Russlands auf die Ukraine zu großer Verunsicherung – und der eigentlich für Mitte/Ende 2022 geplante Baustart verzögerte sich weiter. Aufgrund der allgemeinen Kostenexplosion am Bau stellte Weisenburger das Projekt in der Folge hinten an. Ruppaner teilte im Dezember 2022 mit, dass sich die Firma „bis auf Weiteres“ außerstande sehe, den Bau der geplanten 120 Wohnungen umzusetzen. Anfang März 2023 kam dann doch Entwarnung aus dem Rathaus, und Ruppaner kündigte an, noch vor der Sommerpause werde mit dem Bau begonnen – allerdings damals schon mit der Einschränkung, dass zunächst nur eines der beiden Baufelder bebaut werde.
Seit ein paar Wochen wird nun also tatsächlich gearbeitet: Die Baugrube wurde ausgehoben, derzeit wird die Bodenplatte betoniert. Zudem werden die ersten Kellerwände gesetzt. Bis Ende dieses Jahres sollen die Rohbauarbeiten abgeschlossen und der Innenausbau sowie die Arbeiten an den Gebäudehüllen im Gange sein. Von den 55 Wohneinheiten sind laut Weisenburger bislang zehn verkauft und 14 reserviert. Während man 2023 gespürt habe, dass sich die gestiegenen Zinsen auf die Nachfrage ausgewirkt haben, habe sich der Markt inzwischen etwas erholt, teilt der Bauträger mit. Momentan gebe es viele Anfragen von Interessenten mit guter Eigenkapitalquote, die aufgrund dessen gute Aussichten auf eine Finanzierung haben.
20 Prozent der Wohnungen werden der Mietpreisbindung unterliegen – was ein wichtiger Punkt in dem städtebaulichen Vertrag zwischen Kommune und Investor war. Die Vermarktung dieser Wohnungen wird laut Weisenburger beginnen, sobald das Land die Fördermittel bewilligt hat: „Wir erwarten, kurzfristig eine Förderzusage zu erhalten. Sobald uns die Antragsbewilligungen vorliegen, werden wir auch mit der Vermarktung dieser Wohnungen, die eine äußerst attraktive Kapitalanlage sind, beginnen.“