Neue Attraktion in Marbach Am Neckar entsteht ein Volleyballfeld

Beachvolleyball wird man bald auch in Marbach spielen können, wenn zunächst auch nur auf einer Rasenfläche. Foto: Archiv (Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch)

Die Stadt Marbach im Landkreis Ludwigsburg reagiert auf ein Anliegen von Jugendlichen, die sich einen Treffpunkt wünschen.

Das Marbacher Neckarufer wird demnächst um eine Attraktion reicher sein. Bis Juni lässt die Stadt unterhalb der unbefestigten Parkplätze auf Tuchfühlung zur Einstiegsstelle für Stand-up-Paddler ein provisorisches Volleyballfeld anlegen. Außerdem werden dort zwei Sitzgruppen mit Platz für bis zu 16 Personen installiert, um einen Treffpunkt zu schaffen. Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats hat dafür am Donnerstagnachmittag grünes Licht gegeben.

 

Schüler vermissen Treffpunkt

Die Kommune kommt damit einem Wunsch des Stadtschülerrats nach. Die Jugendlichen hatten darauf hingewiesen, dass es in Marbach Tausende Schüler gebe, aber kaum öffentliche Orte, an denen sie ungestört Zeit verbringen könnten. „Das Neckargelände eignet sich hierfür perfekt, da sich bereits Jugendliche oft dort aufhalten, trotz fehlender Beschäftigung und fehlender Sitzmöglichkeiten“, erklären die Teenager in einem Schreiben an die Stadt. Die Grünen hatten ungefähr zeitgleich einen Antrag mit ähnlicher Stoßrichtung eingebracht, die Gruppe Puls fordert schon seit Jahren, ein Freizeit-Volleyballfeld anzulegen. Finanziert wird das Projekt nun aus dem Jugendtopf. Über die Verwendung der Mittel darin können die Heranwachsenden selbst entscheiden.

Der Marbacher Stadtplaner Janus Baldermann bezeichnete das Ganze als „Testballon“. Es werde geprüft, ob der Standort angenommen wird und der richtige ist. Falls ja, könnte aus dem Provisorium im Rahmen der Planungen für die Gartenschau 2033 ein dauerhaftes Beachvolleyballfeld werden. In der Kürze der Zeit sei es aber nicht möglich gewesen, für eine feste Sportstätte an dieser Stelle eine Genehmigung zu erhalten. Bei der Neckaraue handele es sich um ein Hochwasserschutzgebiet und um einen sensiblen Bereich. „Gerade die Rasenflächen, von denen wir sprechen, sind freizuhalten von baulichen Anlagen“, erklärte Baldermann.

Vor dem Hintergrund wird jetzt nicht im größeren Stil in das Erdreich eingegriffen und auch keine dicke Sandschicht aufgetragen. Die Stadt Marbach wird das Spielfeld aber klar abgrenzen und ein Netz aufstellen lassen. Zudem wird ein Schild klar darauf aufmerksam machen, dass es sich um einen Platz für die Jugend handelt.

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