Neue Bomber für die Bundeswehr Zeitenwende konkret

Der F-35-Kampfjet kann Atombomben tragen. Foto: dpa/Senior Airman Joseph Barron

Die Ampelkoalition will Kampfjets der USA kaufen, um die Nato zu stärken. Ein Zeichen der Entschlossenheit, kommentiert Dieter Fuchs.

Seite Drei: Dieter Fuchs (fu)

Nach langem Abwägen hat Deutschland in einem bisher einmaligen Eilverfahren, alle Prüfaufträge über den Haufen werfend, entschieden, 35 F-35 Tarnkappenbomber aus US-Produktion für die Bundeswehr anzuschaffen – eine sinnvolle und richtungsweisende Entscheidung.

 

Kleinstaaterei in der Nato

Zum einen zeigt dieser Schritt die Entschlossenheit der Ampelkoalition, entschieden die von ihr ausgerufene geostrategische Zeitenwende zu gestalten. Er gibt sicherheitspolitisch eine Richtung vor. Die F-35-Jets sichern die Fähigkeit der Bundeswehr, Atomwaffen der USA einzusetzen und so elementarer Teil der nuklearen Abschreckung der Nato zu bleiben. Zum anderen ignoriert der Schritt die in der Nato übliche rüstungstechnische Kleinstaaterei. Das Bündnis gibt 15-mal so viel Geld aus wie Russland – ein Großteil davon, um nationale Wirtschaftsinteressen zu berücksichtigen. In normalen Zeiten statthaft, aber nicht in diesen. Der US-Jet ist derzeit die beste Alternative. Das muss nicht in eine Abhängigkeit zu den USA führen, solange Deutschland, Frankreich und Spanien ihr Projekt, einen Kampfjet für die Zeit ab 2040 zu realisieren, vorantreiben. Aber das ist Zukunftsmusik.

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