Neue Warnhinweise in sozialem Netzwerk Wie Twitter Kraftausdrücke eindämmen will

Mit einer neuen Funktion möchte Twitter gegen Beleidigungen auf seiner Plattform vorgehen. Foto: dpa/Monika Skolimowska
Mit einer neuen Funktion möchte Twitter gegen Beleidigungen auf seiner Plattform vorgehen. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Wenn die Emotionen bei einem Streit in den sozialen Netzwerken hochkochen, fallen früher oder später oft auch Beleidigungen. Mit einer neuen Funktion will Twitter dies verhindern und die Nutzer zum Nachdenken bringen.

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Stuttgart - Twitter versucht seine Nutzer mit einer neuen Funktion zu einem höflicheren Umgangston auf der Plattform zu bewegen. Dafür führt das Unternehmen Warnhinweise ein, die Schimpfwörter erkennen und den Absender darauf aufmerksam machen. Wenn das System Beleidigungen oder Kraftausdrücke in einem Tweet erkennt, fordert es den Nutzer auf, diesen noch einmal zu überprüfen, bevor er ihn absendet. Der Nutzer kann seinen Tweet danach entweder ändern, verwerfen oder trotzdem posten.

Laut Twitter führte die neue Funktion bei einem Testlauf zu weniger beleidigenden Nachrichten. So änderten 34 Prozent der Nutzer, welche diesen Hinweis angezeigt bekamen, ihren ursprünglichen Tweet oder sendeten ihn gar nicht ab. Nachdem die Mitteilung den Nutzern einmal angezeigt wurde, verfassten sie in der Zukunft im Durchschnitt 11 Prozent weniger beleidigende Antworten.

Twitter berücksichtigt nach eigenen Angaben auch die Beziehung zwischen den Nutzern. Wenn eine Person beispielsweise auf einen Tweet von einem Nutzer antwortet, welcher ihm auch zurückfolgt, wird eher kein Warnhinweis angezeigt. Laut Twitter sei die Wahrscheinlichkeit in diesem Fall höher, dass die beiden sich über den bevorzugten Ton der Kommunikation einig sind.

Bisher werden die neuen Hinweise nur englischen Accounts angezeigt, in Zukunft sollen allerdings weitere Sprachen folgen.

Neue Trinkgeldfunktion

Eine weitere neue Funktion von Twitter soll ausgewählten Accounts ab sofort eine Trinkgeldfunktion ermöglichen. Follower können diesen Nutzern über einen neuen Button ein selbst gewähltes Trinkgeld spenden. Twitter erhält daran nach eigenen Angaben keinen Anteil. Im Laufe des Jahres soll die neue Funktion allen Usern zur Verfügung stehen.

In Zukunft soll es noch mehr Möglichkeiten für Nutzer geben, mit Twitter Geld zu verdienen. So plant Twitter sogenannte Superfollower, die für eine monatlichen Gebühr exklusive Inhalte von den ambitionierten Twitter-Nutzern bekommen, denen sie folgen.

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