Neuer Bezirksvorsteher in Degerloch Colyn Heinze tritt sein Amt an

Colyn Heinze will nahbar für die Menschen im Stadtteil sein. Foto: Lg/Max Kovalenko

Bei seiner Amtseinführung in Degerloch hat der neue Bezirksvorsteher Colyn Heinze viel Herz für den Stadtteil und einen Blick für seine Problemlagen erkennen lassen.

Kleine Grüppchen stehen vor dem Degerlocher Bezirksrathaus in der späten Nachmittagssonne. Die ehemalige Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold ist ebenso unter den Anwesenden wie der frühere Erste Bürgermeister Gerhard Lang, die Möhringer Bezirksvorsteherin Evelyn Weis oder Stadträtin Maria Hackel. Die von Sir Waldo Weathers musikalisch untermalte Zusammenkunft am Montag wirkt zwanglos. Der Anlass ist hochoffiziell: die Amtseinführung des neuen Bezirksvorstehers für Degerloch: Colyn Heinze (SPD).

 

Stuttgarts Erster Bürgermeister Fabian Mayer hat Colyn Heinze offiziell in sein neues Amt eingeführt. Foto: Christoph Kutzer

Dass der 27-Jährige, der seit 2019 stellvertretender Bezirksvorsteher in Vaihingen war, sein Amt nicht hinter verschlossener Tür antritt, sondern weithin wahrnehmbar im Freien, passt gut zu seinem Credo, nahbar sein zu wollen. Einmal im Monat soll eine Bürgersprechstunde stattfinden. Wenn er im Stadtteil unterwegs sei, so Heinze, wolle er ansprechbar sein. „Degerloch bedeutet für mich eine lange emotionale Bindung“, betont Stuttgarts jüngster Bezirksvorsteher, der das Amt von seinem aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Vorgänger Marco-Oliver Luz übernimmt. Heinze sei „ein Degerlocher durch und durch“, betont Fabian Mayer, Erster Bürgermeister Stuttgarts. Neben den „hauptamtlichen Skills“, die er über die letzten Jahre erworben habe, verfüge er auch über viel Erfahrung im Ehrenamt, angefangen beim Einsatz als Betreuer im Ferienwaldheim Degerloch.

Colyn Heinze, der von Michael Huppenbauer (Grüne) stellvertretend für den Bezirksbeirat mit Brot und Salz in seiner neuen Wirkungsstätte willkommen geheißen wurde, hat sowohl die Visionen als auch die drängenden Probleme des Stadtteils im Blick: Das Verkehrskonzept, die Weiterentwicklung der Waldau, die Ortsmitte mit dem neuen Bürgerhaus, aber auch die notwendige Wiederöffnung des Bürgerbüros. „Es darf keine dauerhafte Schließung durch die Hintertür geben“, betont Heinze, der sich als überzeugter Teamplayer versteht. Entsprechend fällt sein Wunsch an die Stadt für die Gabe zum Amtsantritt aus: Ein gemeinsames Eisessen mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bezirksrathauses.

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