Neuer Bildungsbotschafter kommt aus Stuttgart Kitas und Schulen erhalten Starthilfe für Kochkurse

Von Barbara Czimmer-Gauss 

Sarah Wiener war einst Bildungsbotschafterin der Didacta. Ihre Stiftung und das Projekt „Ich kann kochen“, das in Kooperation mit der Krankenkasse Barmer ausgeweitet wurde, hat durch diese Ehrung viele Mitstreiter gewonnen. Neue Bildungsbotschafterin ist in diesem Jahr die Robert-Bosch-Stiftung aus Stuttgart.

Sarah Wiener mit Winfried Plötze von der Barmer-Krankenkasse auf der Messe Foto: Sarah-Wiener-Stiftung
Sarah Wiener mit Winfried Plötze von der Barmer-Krankenkasse auf der Messe Foto: Sarah-Wiener-Stiftung

Stuttgart - Der Stand der Barmer Krankenkasse und der Sarah-Wiener-Stiftung auf der Didacta war am Mittwoch dicht umlagert. Lehrerinnen und Erzieherinnen interessierten sich für die kostenlosen Kurse der österreichischen Fernsehköchin. Denn wer daran teilnimmt, erhält ab sofort 500 Euro, damit auch die Kinder der betreffenden Kita oder Schule gesunde Lebensmittel und deren Verarbeitung kennenlernen können. „Acht Prozent der Kinder sind fettleibig“, sagt Winfried Plötze, der Barmer-Landesgeschäftsführer, und stellt noch drei Jahre lang eine Million Euro zur Verfügung, damit rund 50 000 Pädagoginnen für das Kochen mit Kindern qualifiziert und Institutionen mit einem Startguthaben ausgestattet werden können.

Sarah Wiener empfiehlt, Zweijährigen nicht ausgewählte, sondern alle üblichen Speisen zu servieren. 2010 wurde Wiener wegen ihrer Ernährungsoffensive zur Bildungsbotschafterin der Fachmesse ernannt. „Dank dieser Auszeichnung und der Kooperation mit Barmer konnten wir unsere Vernetzung vorantreiben. Das war hilfreich.“

Für ihr Engagement im Bildungsbereich ist die Robert Bosch Stiftung am Mittwoch zur Bildungsbotschafterin 2017 ernannt worden. Sie leiste einen hohen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Schulen und zur Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung. Als Initiatorin des Deutschen Schulpreises und Trägerin der Deutschen Schulakademie lenke sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf gute Schulpraxis. „Unser Hauptanliegen sind faire Startbedingungen für junge Menschen, unabhängig von Herkunft und sozialem Status“, sagt Uta-Micaela Dürig, die Geschäftsführerin der Stiftung. Deshalb konzentriere sich die Stiftung auf Projekte, die die Qualität des Schul- und Betreuungssystem weiterentwickeln.

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