Neuer Discounter in Steinheim an der Murr Grünes Licht für Aldi-Markt mit Kita
Der Discounter will sich in der Bahnhofstraße in Steinheim an der Murr ansiedeln. Der Bebauungsplan ist in trockenen Tüchern, ein Eröffnungstermin bereits in Aussicht.
Der Discounter will sich in der Bahnhofstraße in Steinheim an der Murr ansiedeln. Der Bebauungsplan ist in trockenen Tüchern, ein Eröffnungstermin bereits in Aussicht.
Man kann wahrlich nicht behaupten, dass es sich bei dem Bebauungsplan für den anvisierten Aldi in der Steinheimer Bahnhofstraße um einen Schnellschuss handelt. Fast vier Jahre wurde an dem Werk gefeilt. Nun hat der Gemeinderat aber Nägel mit Köpfen gemacht und die Satzung beschlossen. Der Weg für die Ansiedlung des Discounters ist also formal frei.
Und das Unternehmen forciert das Projekt jetzt auch mit Nachdruck. Aldi Süd werde „in den nächsten Tagen das Baugesuch für das Gelände einreichen“, erklärte Carolin Sunderhaus aus der Kommunikationsabteilung der Firma Mitte der vergangenen Woche. „Aktuell geht das Unternehmen davon aus, dass die Bauarbeiten im vierten Quartal 2024, nach Vorlage der Baugenehmigung, beginnen können“, fügt sie hinzu. Nach dem Spatenstich werde es ungefähr ein Jahr dauern, bis die Bagger wieder abrücken können. Heißt: die Filiale müsste gegen Ende 2025 ihre Pforten öffnen können.
Von diesem Zeitpunkt an werden nach Angaben von Sunderhaus noch weitere circa sechs Monate ins Land gehen, ehe auch die geplante Kita auf dem Gebäude fertiggestellt ist. Das ist zugleich eine Besonderheit des Gebäudes, dass dort nicht nur eingekauft werden kann, sondern eben im ersten Obergeschoss auch eine Kindertagesstätte angesiedelt wird.
Zuletzt hatte es eine weitere Verzögerung gegeben, weil sich die Planer eingehender mit dem Schallschutz beschäftigen mussten. Hintergrund ist, dass sich in der Nähe ein Altenheim befindet. In den Bebauungsplan sei eine vier Meter hohe Lärmschutzwand aufgenommen worden, so Andreas Tiefau, Geschäftsführender Gesellschafter vom zuständigen Büro KMB.
Tiefau zerstreute zudem die Bedenken des Landratsamts Ludwigsburg, das befürchtet hatte, Fußgänger könnten bei der Anlieferung von Ware durch rückwärts einstoßende Lastwagen gefährdet werden. Die Laster würden vorwärts von der Bahnhofstraße einfahren, drehten zunächst eine Schleife auf dem Gelände und dienten dann erst rückwärts die Filiale an, erklärte Tiefau.