Berlin - Bis zu 1000 Impfungen am Tag, rund um die Uhr, sieben Tage die Woche: Mit dem Betrieb eines erstens Impfzentrums im Saarland zeigt die Bundeswehr im Kampf gegen das Coronavirus erneut, welch wichtige Rolle die Truppe zur Bewältigung dieser Riesenkrise übernehmen kann. Schon seit Monaten sind in ganz Deutschland tausende Soldatinnen und Soldaten im Pandemieeinsatz, auch wenn diese zusätzliche Belastung nach den Worten von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer inzwischen Spuren in der Bundeswehr hinterlässt.
Solche Anforderungen, die nichts mit den Kernaufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung oder Stabilisierungseinsätzen im Ausland zu tun haben, könnten nach Einschätzung von Experten in den kommenden Jahren sogar noch häufiger auf die Soldaten zukommen. Etwa durch die Zunahme von extremen Wetterereignissen infolge des Klimawandels. Es ist vorausschauend, dass die Ministerin daher nach Wegen sucht, die Reserve der Bundeswehr für Einsätze im Inland zu stärken. Der neue Freiwilligendienst Heimatschutz kann dazu langfristig einen Beitrag leisten, die Effektivität dieser Blitzausbildung muss sich allerdings erst noch beweisen.
Ein kleiner Beitrag für den Zusammenhalt
Darüber hinaus ist es der CDU-Politikerin nicht nur ein Anliegen, die Bundeswehr fest in der demokratischen Mitte der Gesellschaft zu verankern. Annegret Kramp-Karrenbauer setzt sich auch dafür ein, den sich spürbar auflösenden Zusammenhalt in der Gesellschaft unseres Landes wieder zu stärken. Wenn der neue Freiwilligendienst zu beidem einen kleinen Beitrag leistet, wäre dies der Verdienst der Ministerin.
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