KommentarNeues Programm im Silicon Valley Richtiger Impuls

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Kleine und mittlere Unternehmen können Kontakte ins Silicon Valley gebrauchen – doch für sie ist der Sprung ins digitale Zeitalter am schwierigsten.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut will Innovation fördern. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut will Innovation fördern. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart - Neues ausprobieren – das hat sich die seit dem vergangenen Jahr amtierende Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut aufs Panier geschrieben. Das Innovation Camp BW im Silicon Valley ist eines dieser neuen Programme rund um das Thema Innovation und Start-ups, die von der Dimension her nicht riesig sind, die aber dennoch die richtigen Akzente setzen. Nach diversen Programmen rund um das Thema Industrie 4.0 mit heimischen Beratungsangeboten kommt nun endlich das Silicon Valley für eine wichtige Zielgruppe im Visier.

Schwieriger Sprung ins digitale Zeitalter

Für kleine und mittlere Unternehmen, die das Rückgrat der Innovation im Land sind, ist der Sprung ins digitale Zeitalter am schwierigsten. Das Silicon Valley ist weit weg. Doch an der US-Westküste werden nun einmal die wichtigen digitalen Trends vorgedacht. Eine kleine deutsche Firma allein dürfte schon an den Kontaktanfragen an die US-Westküste scheitern. Große Konzerne sind dort hingegen teilweise schon seit vielen Jahren präsent.

Baden-Württemberg will nun maßgeschneidert den Weg für den Mittelstand leichter machen. Doch wer sich nicht vorher gründlich mit der eigenen Zukunft beschäftigt, dem wird auch der Aufenthalt im Valley nicht weiterhelfen. Das Land kann nur ein Impulsgeber sein, springen müssen die Unternehmen selbst.