Neues Restaurant Bondy in Böblingen Ein Lokal mit Wohlfühlgarantie

Nur kein Stress: Die Bondy-Chefs Mate Eres (links) und Igor Rakocija Foto: Steffen Volkmer

Internationale Küche und feine Getränke: Das Restaurant Bondy bietet Qualität und Ambiente. Sein Standort in Böblingen ist legendär.

Der Name verrät schon mal viel: Bondy heißt das junge Böblinger Restaurant in der Charlottenstraße. Der Name entlehnt sich dem Surferparadies Bondi Beach in Australien, von dem Geschäftsführer Mate Eres sagt: „Dort sieht man nur glückliche Menschen, und das wollen wir hier auch erreichen.“ Das Logo des Restaurants zeigt denn auch einen stilisierten Sonnenauf oder -untergang über Wellen. „Manche sehen darin aber auch einen Burger mit Salat“, lacht Mate, „das passt dann auch.“

 

Kein leichtes Erbe

Tatsächlich findet sich auf der Karte auch ein Burger, allerdings mit „dry aged beef“. Die Karte generell ist überschaubar, bietet aber für jeden etwas, in einer Art „International Fusion“-Küche, und jedes Gericht hat einen besonderen Kick. Alles wird frisch „a la minute“ zubereitet, bevorzugt mit regionalen Zutaten, „wenn die Qualität stimmt“, wie Mate Eres betont. Neben dem Essen haben die Bondys eine Leidenschaft für Wein und Kaffee. Für Letzteren haben sie drei Kaffeemühlen, mit denen aus besonderen Bohnen alle nur denkbaren Kaffeegenüsse kreiert werden.

Das Bondy ist dort eingezogen, wo einst das Café Schilling residierte – kein leichtes Erbe, wie Mate Eres weiß: „Das Schilling war Kult, daran müssen wir uns messen lassen.“ Wer regelmäßig Gast im Café Schilling war, wird die Location kaum wiedererkennen: Das Bondy ist hell, modern und im besten Sinne „hip“ ausgestattet. Und es ist größer als sein Vorgänger. Bei den langwierigen Umbauarbeiten wurde die Bar etwas verkleinert, und die Toiletten wurden in den Keller verlegt, was zusätzlichen Gastraum freigab.

Eine unterirdische Wunderwelt

Dabei eröffnete sich den neuen Betreibern eine wahre unterirdische Wunderwelt: Zwei Kellerebenen mit bis dato brachliegenden Räumen, die kurzerhand mitrenoviert wurden. Außerdem wurde eine Sammlung antiker Schreibmaschinen, Registrierkassen und Möbel gefunden. Ein unerwarteter Schatz, von dem eine alte Radiokommode bereits Teil des Restaurant-Interieurs wurde.

Derzeit hat das Bondy mittwochs bis sonntags ab 17 Uhr geöffnet, samstags und sonntags steht auch Frühstück auf der Karte. „Wir wollen uns auf Abendessen und Frühstück konzentrieren“, sagt Mate Eres. Frühstück soll es bald aber an allen Öffnungstagen geben. Ein weiterer Betriebstag kommt sicher auch noch dazu – ein Mittagstisch steht aber nicht auf dem Plan. „Wir müssen nicht alles machen“, sagt der Gastronom, „dafür wollen wir aber das, was wir machen, richtig gut machen.“ Dieses Anspruch merkt man ihm und dem Bondy-Team: Jeder Gast wird persönlich begrüßt und am Tisch beraten.

Mate gehört zu den in Stuttgart beheimateten Eres-Brüdern, die in den letzten rund 20 Jahren die Mauritius-Kette mit mehr als 20 Restaurants zum Erfolg geführt haben. Eines davon befindet sich übrigens in direkter Nachbachschaft des Bondy. Geführt wird es von Igor Rakocija, der nun auch Co-Geschäftsführer im Bondy ist, das er als „unser Baby“ bezeichnet und erklärt, dass man einfach mal ein anderes Konzept fahren wolle.

Alle sollen sich wohlfühlen

Das scheint zu klappen. „Wir haben fast keine Überschneidung beim Publikum der beiden Restaurants“, sagt Mate Eres, dessen Bondy-Mitarbeiter im benachbarten Mauritius geschult wurden. „Wir wollten, dass alles passt, wenn das Bondy aufmacht und haben der Sache entsprechend Zeit geben.“ Deswegen habe man sich auch mit der Eröffnung nicht gestresst und wolle sich nun mit der Ausweitung des Angebots nicht unter Druck setzen: „Wir machen das alles, wie es passt – wir wollen, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und das geht nur, wenn wir uns auch wohlfühlen.“

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