Über 300 Besucher des Frühlingsfests klagen über Magen-Darm-Probleme. Nach Angaben der Stadt sind sie alle am Wochenende im selben Festzelt gewesen. Dort laufen nun ausführliche Untersuchungen. Bisher liegen allerdings laut Stadt von dort noch keine Ergebnisse vor. Die liegen dafür inzwischen von mehreren Erkrankten vor: Laut übereinstimmenden Angaben von Stadt und Sozialministerium wurden bei den Betroffenen Noroviren festgestellt. Die sind hochansteckend, verursachen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Offenbar haben sich bei manchen Erkrankten inzwischen auch weitere Menschen infiziert, die selbst nicht im Zelt gewesen sind.
Mittlerweile steht fest, dass im Mittelpunkt der Untersuchungen das Göckelesmaier-Zelt steht. Chefin Daniela Maier bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass es zu Krankheitsfällen bei ihr gekommen sei. Betroffen seien aber nur Besucherinnen und Besucher, die am Samstag da waren. In den Tagen danach habe es bei Göckelesmaier keine Krankheitsfälle mehr gegeben, „auch nicht vom Personal“, betont sie. Sie weist auch darauf hin, dass man auf Hygiene großen Wert lege und bisher nichts gefunden worden sei. Man arbeite eng mit den Behörden zusammen. Doch noch sei nicht erwiesen, wo die Quelle für die Virusinfektion liege. „Die Leute können sich auch auf dem Weg zu uns in der Stadtbahn angesteckt haben.“
Bei der Stadt heißt es, dass es auch unwissentlich zu Ansteckungen gekommen sein könnte – etwa durch einen Mitarbeiter, der am Ausschank oder bei der Essenausgabe gearbeitet habe, ohne selbst krank gewesen zu sein. Man lege deshalb „einen Schwerpunkt auf zentrale Servicebereiche im Zelt“ und passe die Hygienemaßnahmen entsprechend an. Möglich ist aber nach wie vor auch eine andere Quelle für die Infektionen.