Novum der Region in Göppingen Servicezentrale des Handwerks

Von Klaus Nonnenmacher 

Die erste Außenstelle der Handwerkskammer in der Region in dieser Art soll in Göppingen entstehen. Ein Haus des Handwerks ist geplant.

Göppingen - Während ein Architektenwettbewerb für das Böhringer Areal südlich der Stuttgarter Straße läuft, werden auf der gegenüberliegenden Seite neben dem ehemaligen Werk IV des Maschinenbauers schon Nägel mit Köpfen gemacht. Neben der Edeka-Staufers Markthalle soll ein „Haus des Handwerks“ entstehen. Dort wollen die Vertretungen des Handwerks das Haus zur Servicezentrale umbauen.

Neues Bündnis unter einem Dach

Neben der Kreishandwerkerschaft, der Handelskammer der Region Stuttgart und der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes wollen auch die Innungskrankenkasse (IKK) und die Signal Iduna Gruppe ihre Geschäfts- und Anlaufstellen in dem Haus zusammenbringen. Dafür muss das Gebäude um zwei Etagen aufgestockt werden. Zuständig für den Umbau nach Maß ist ein Investor. Die Versicherungen und Vertreter der Handwerkerschaft mieten sich ein. Bis in eineinhalb Jahren soll der Umbau abgeschlossen sein.

Auslöser für die konzertierte Aktion war die Tatsache, dass die IKK sich auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten begeben hatte. „Die IKK classic hat sich auf die – vor allem durch das Internet – veränderten Kundenerwartungen eingestellt und ihre digitale und persönliche Erreichbarkeit neu gestaltet. Im Rahmen unserer Umstrukturierung werden kundenferne Bereiche landkreisübergreifend zusammengefasst“, berichtet Roland Schwarz, der Regionalgeschäftsführer der IKK classic. Da das bisherige IKK-Haus in der Gartenstraße den Anforderungen nicht mehr gerecht werde, wurde ein neues Gebäude gesucht, in dem die erweiterten Büroflächen und ein modernes Servicecenter für rund 220 Mitarbeiter Platz finden.

Dienstleistung und Service in den Fokus stellen

Jürgen Schmid, Kreishandwerksmeister in Göppingen und Mitglied im Verwaltungsrat der IKK classic, setzte sich von Anfang an für eine gemeinsame Lösung mit dem Handwerk ein. „Da die Innungskrankenkasse auch in Göppingen vor mehr als hundert Jahren vom Handwerk für das Handwerk gegründet wurde, lag es nahe, dass wir in das Projekt eingestiegen sind“, sagt er. Das Handwerk in Göppingen wolle sich zeitgemäß präsentieren und alle wesentlichen Akteure unter ein Dach bringen, sagt Schmid weiter. Das Haus in der Stuttgarter Straße 75 biete dafür ideale Voraussetzungen. „Es ist repräsentativ und demonstriert die Leistungsfähigkeit, das Dienstleistungsangebot und den Servicecharakter des Handwerks.“

Alexander Gonzalez, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Göppingen, freut sich auf die neuen Räume mit moderner Ausstattung. „Schön ist, dass wir jetzt innerhalb des organisierten Handwerks ganz kurze Wege haben. Und wir können unser Seminar- und Schulungsangebot erweitern.“ Manche Fortbildungen könnten bislang nur in Stuttgart angeboten werden.

Erste Außenstelle der Handwerkskammer in dieser Art

Auch Ludger Wendeler, der Obermeister der Kfz-Innung Göppingen, freut sich auf die „gesammelte Handwerkerkompetenz im neuen Haus des Handwerks“. Seine Innung hatte bisher ihre Geschäftsstelle im gleichen Gebäude wie die Kreishandwerkerschaft in der Davidstraße, wo übrigens bis zu den sechziger Jahren auch die IKK ansässig war. Der neue Standort biete für alle Beteiligten eine hervorragende verkehrstechnische Anbindung über die B 10, betont er.

Die Überlegungen einer gemeinsamen Anlaufstelle kamen auch den Plänen der Handwerkskammer Region Stuttgart entgegen: „Mit dem Haus des Handwerks entsteht die erste Außenstelle der Handwerkskammer in einem Landkreis unserer Region. Ein wesentlicher Vorteil dieser neuen Entwicklung ist auch, dass wir unseren Mitgliedern den aufwendigen Weg nach Stuttgart ersparen“, betont der Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Thomas Hoefling.

Eng verbunden mit dem Handwerk sei auch die Signal Iduna, betont deren Gebietsdirektor Christian Burghard: „Deshalb war es für die Signal Iduna nur konsequent, auch im neu entstehenden Haus des Handwerks in Göppingen mit einem Büro und Beratern vor Ort eine Anlaufstelle für unsere Zielgruppe zu schaffen.“




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